Für ihre neueste installative Arbeit stellt die US-Performance-Ikone Narcissister eine übergroße Kettenreaktionsmaschine aus recycelten Alltagsgegenständen auf die Bühne. Drei maskierte Performerinnen treiben sie stetig an: ein fallender Diskuswerfer (Pin-up-Boy der Nazipropaganda), eine in Flammen aufgehende Kugelbahn, ein vaginales Feuerwerk – Elemente eines choreografierten Spiels um Ursache und Wirkung. Während im Referenzfilm Der Lauf der Dinge (1987) von Peter Fischli und David Weiss der männliche Eingriff in dieses Spiel (mittels Filmschnitt) verheimlicht wurde, stellt Narcissister die weiblichen, teils nackten Performerinnen als treibende Kräfte in den Vordergrund. Ausgestattet mit emblematischen, puppenartigen Narcissister Masken werden sie zu Projektionsflächen und verkörpern einen unheimlichen Kommentar zu tief verwurzelten Schönheitsidealen und zur Objektivierung von Frauen. Voyage Into Infinity ist Humor, Kritik und visuelles Spektakel in einem – rohe Energie und Punk-Spirit.
Von und mit Narcissister Zusätzliche Narcissister Performerinnen Effie Bowen, Dorchel Haqq Musik Holland Andrews Pyrotechnik Alex Podger Regie Endproben Reginald Robeson Choreografie, Bewegungsregie Wanda Gala Kostüm
Narcissister, Karen Boyer Technische Leitung Will Rubenstein, Conor Williams Produktionsleitung Leslie Huynh Dank an Pioneer Works, Jeffrey Deitch/Deitch Projects, Bernard Lumpkin und Carmine Boccuzzi
Ein Auftragswerk von Pioneer Works (2024), kuratiert von Gabriel Florenz
Weltpremiere September 2024, Pioneer Works (New York)