Sylvain Cambreling

© Yomiuri Nippon Symphony Orchestra

Biografie

Sylvain Cambreling, geboren in Frankreich, ist ein international bekannter Dirigent. Als facettenreicher und dramatischer Künstler, der zum Nachdenken anregt, fällt es ihm leicht, die Aufmerksamkeit des Publikums zu fesseln. Seine Originalität fußt jedoch immer in seiner tiefgehenden musikwissenschaftlichen Expertise. Als Chefdirigent des SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und erster Gastdirigent des Klangforum Wien gab er mannigfaltig Zeugnis von seinem überzeugenden Einsatz für zeitgenössische Musik. Am Beginn der Saison 2018/19 wurde er zum Chefdirigent der Symphoniker Hamburg ernannt. Von 2010 bis 2019 war er erster Dirigent des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokio. Sylvain Cambreling hielt von 2012 bis 2018 die Position des Generalmusikdirektors der Staatsoper Stuttgart. Er war zehn Jahre lang Musikdirektor der Brüsseler La Monnaie bevor er 1993 zum Musikdirektor der Frankfurter Oper bestellt wurde. Zu den Produktionen, für die er für seine neue und oft revolutionäre Herangehensweise bekannt wurde, gehören Pelléas et Mélisande und Les Troyens für die Salzburger Festspiele oder Wozzeck, Fidelio und der Ring-Zyklus in Frankfurt. Zahlreiche Opern dirigierte er auch an der Opéra National de Paris. Er trat mit Orchestern aus ganz Europa auf, darunter die Wiener und Berliner Philharmoniker, und dirigierte Orchester in Nordamerika wie das Cleveland Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony und das Orchestre Symphonique de Montréal. Als großer Anhänger einfallsreicher Programmierung ist Cambreling auch bekannt für die Originalität seiner Konzerte. Eine Spezialität stellt das Zusammenbringen kontrastierender, aber verwandter Werke oder Komponist:innen dar, zum Beispiel Haydn und Messiaen, oder Berlioz’ La Damnation de Faust mit Schumanns Szenen aus Goethes Faust. Unter den kühnsten seiner Projekte war die Aufführung der drei größten Werke von Olivier Messiaen – Turangalîla, Éclairs sur l'au-delà und La transfiguration de notre seigneur Jésus-Christ – an aufeinanderfolgenden Abenden. 2009 erhielt Sylvain Cambreling den Echo Klassik “Conductor of the Year Award” und den Deutsche Schallplatten Jahrespreis für die beste Orchesteraufnahme und 2010 den MIDEM Contemporary Music Award für seine Aufnahme von Messiaen mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. 2007 wurde er mit dem Chevalier de la Légion d’honneur geehrt und 2012 erhielt er das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

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