Statement Festwochen reframed

Im März 2020 wurde uns der physische Raum, in dem wir arbeiten, uns treffen und austauschen, entzogen. Ein paar Wochen nach der Veröffentlichung des Programms der Wiener Festwochen für Mai und Juni 2020 mussten wir schmerzlich akzeptieren, dass das Festival so, wie wir es uns vorgestellt hatten, nicht stattfinden würde, zumindest nicht in der ursprünglich konzipierten Form. Unser Programm live und gemeinsam zu erleben, war unmöglich geworden.

Wir begannen damit zu experimentieren, es über unterschiedliche Wege umzusetzen. Gemeinsam mit Der Standard veröffentlichten wir eine gedruckte Beilage zu Inhalten des Festivals und ließen darin einige Künstler*innen zu Wort kommen, die wir nach Wien eingeladen hätten. Die digitalen Medien boten eine weitere Plattform. Ab dem 15. Mai präsentierten wir im Internet eine Sammlung an „Gesten“, die jeweils mit den künstlerischen Projekten unseres Programms in Zusammenhang standen. Mal Spur, mal Versprechen, waren sie Auszüge aus existierendem Material oder gaben Einblick in ein neues Werk, dessen Realisierung noch aussteht. Bewegte Bilder, musikalische Fragmente, kurze Texte, Formate wie Gespräche, Workshops, Videoclips. In ihrer Gesamtheit bilden sie gewissermaßen ein faszinierendes digitales Archiv eines Festivals, das nicht stattgefunden hat …

Heute sind wir glücklich, Ihnen ankündigen zu können, dass am Ende des Sommers eine komprimierte Liveversion unseres ursprünglichen Programms stattfinden wird!

Während die meisten der für die Festwochen 2020 geplanten Uraufführungen auf das nächste Jahr verschoben werden, freuen wir uns sehr, Ihnen noch heuer einige der vom Festival koproduzierten und eingeladenen Stücke zeigen zu können. Musikalische, choreografische und theatrale Formen alternieren auf den Bühnen. Große Namen der internationalen Szene werden neben Newcomern präsentiert. Sorgfältig zusammengestellt, bekommt diese kleine, aber beeindruckende Auswahl an Werken im transformativen Kontext, den wir gerade erleben, eine besondere Resonanz. Stellen sie doch wiederum einige jener Fragen und Ungewissheiten in den Raum, die von der aktuellen globalen Krise aufgeworfen werden.

Nach Monaten der Restriktionen soll dieses Programm die Bedeutung der Livekünste feiern, ihre Fähigkeit, soziale Interaktion zu stärken, ihr ureigenes Potenzial, unsere physischen und mentalen Räume zu erweitern … und mögliche Zukunftsentwürfe vorstellbar zu machen.

Christophe Slagmuylder, Juni 2020

Ihre Sicherheit ist uns wichtig!

Die Wiener Festwochen freuen sich sehr, dass von 26. August bis 26. September eine reduzierte Fassung des Festivalprogramms 2020 realisiert und gezeigt werden kann und damit wieder ein gemeinsames Erleben künstlerischer Projekte möglich wird.

Dennoch steht natürlich die Sicherheit unserer Besucher*innen, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen an erster Stelle. Wir arbeiten deshalb derzeit in Absprache mit den Behörden an einem Sicherheitskonzept für alle geplanten Veranstaltungen. Darin werden alle sicherheitsrelevanten Fragen zu Ihrem Besuch berücksichtig – wie etwa Abstandsregelungen, Sitzplätze, Zugangs- und Pausenmodalitäten, Maskenpflicht, sowie generelle Hygienemaßnahmen und Verhaltensregeln vor, während und nach den Veranstaltungen.

Unsere Corona Info / FAQs finden Sie hier

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und freuen uns auf Ihren Besuch!

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Die Wiener Festwochen danken ihren Partnern