„Der Glaube begann als Versprechen. Doch er wurde zu einer Grenze, die quer durch die Köpfe der Menschen geht“, so die ukrainische Aktivistin und FEMEN-Ikone Inna Shevchenko. Mit einer performativen Rede, in deren Zentrum der Körper der Frau steht, eröffnet sie die diesjährige Republic of Gods. Jahrhundertelang hat jede große Religion das weibliche Begehren reglementiert, den Gehorsam der Frau geheiligt und ihre Freiheit kriminalisiert. Nun fordert Shevchenko, das Bündnis zwischen dem Heiligen und der Macht zu brechen, und entwirft dafür mit State of Faith eine neue Form der Liturgie: Gesprochene Monologe und gesungene Anrufungen verschmelzen zu einem zeitgenössischen Ritual. State of Faith ist die Forderung, den Glauben neu zu erfinden und das Heilige als Quelle des Widerstands zurückzuerobern. „Wenn der Glaube überleben soll, muss er aufhören, vor der Macht zu knien und sich mit denen verbünden, die sich weigern, überhaupt zu knien.“
Ein Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Weltpremiere Mai 2026, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Die Performance in Wien wird unterstützt von Institut Français d'Autriche.