Wie macht man in Kriegszeiten Oper? Das Kyjiwer Kollektiv Opera Aperta stellt sich mit ihrer neusten Arbeit dieser Frage, während sie täglich mit dem russischen Angriffskrieg konfrontiert sind. In ihren Arbeiten verbinden sie Musik, Performance, Theater und politische Reflexion und stehen als interdisziplinäres Kollektiv für eine radikale Öffnung der Oper hin zu Gegenwart und Öffentlichkeit.
Mōdraniht. Songs of Winter War ist eine Reise durch verschiedene Musikstile und Zeiten, durch Tragödien wie Rituale, die die bösen Geister vertreiben sollen. Mōdraniht, die „Nacht der Mütter“ senkt sich gemäß der nordischen Mythologie am 21. Dezember über Europa. Menschen versammeln sich zu einem rituellen Tanz, um ihre Häuser vor dunklen Kräften zu schützen und die Sonne zu begrüßen, die jedes Jahr neu geboren werden muss. Das Projekt basiert auf einer Expedition von den ukrainischen Karpaten (zerrüttet durch politische Umbrüche) über den usbekischen Aralsee (eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen) hin zum kleinen kantabrischen Dorf Silió in Nordspanien. Aus diesem Dorf stammt einer der ältesten Karnevalsbräuche Europas, die Vijanera, ein Winterkarneval, der auf heidnische Rituale zurückgeht. Ein kraftvolles wie hochaktuelles Musiktheater!
Konzept, Dramaturgie, Bühne Illia Razumeiko Musikalische Leitung Roman Grygoriv Kostüm Kateryna Markush Live-Electronics Valeriya Vynohradova Mit Marichka Shtyrbulova, Anne Bennent, Yuliia Vitraniuk, Sofiia Pavlichenko, Oleksandr Chyshii, Kateryna Hordiienko, Dariia Bohdan, Karolina Muzychenko, Akim Zvarych Künstlerische Mitarbeit Yuliia Parysh, Iryna Onishchuck Künstlerische Projektleitung Olga Diatel
Koproduktion Opera Aperta, proto produkciia, KЇ FEST (Kyiv International Festival) Mit Unterstützung von Goethe-Institut Ukraine, Ribbon International, KЇ FEST (Kyiv International Festival)
Weltpremiere Mai 2026, KЇ FEST (Kyiv International Festival)