Im Jahr 1840 lebt hundert Kilometer nördlich von Edo, dem heutigen Tokio, auf einem abgelegenen Bauernhof die blinde Frau Iku mit ihrem Mann. Die Dorfbewohner:innen besuchen Iku für therapeutische Massagen, denn ihre Berührungen lindern nicht nur die Leiden des Körpers, sondern auch jene des Herzens. Als der Winter in den Bergen hereinbricht, erscheint eine junge blinde Frau, Sayo, um die Kunst der Massage zu erlernen – und die Erzählung nimmt eine unerwartete Wendung … In Sleeping Fires erzählt der japanische Theatermacher Kurō Tanino die Begegnung von Sayo, einer von Gewalt verletzten Frau, mit Iku, die den Schmerz anderer tiefer spürt als irgendjemand sonst. Gemeinsam mit blinden Performerinnen und im realistischen Bühnenbild einer ländlichen, zutiefst spirituellen Welt erzählt Tanino, Meister der Poesie des Alltags, eine genauso intime wie universale Geschichte: von Schmerz und der Hoffnung, die dann entsteht, wenn Menschen einander „berühren“.
Text, Regie Kurō Tanino Mit Susumu Ogata, Ineko Kawai, Takao Shibata, Rio Sekiba, Natsue Hyakumoto Bühne Michiko Inada Musik Yu Okuda Licht Masayuki Abe Sounddesign Koji Sato Video Nobuhiro Matsuzawa Kostüm Mariko Tomoyoshi Regieassistenz Hatsune Sakai Inspizienz Masaya Natsume, Akari Kitano Assistenz Inspizienz Tatsuhiko Ito Videotechnik Azusa Saito Untertitel Saki Sahara Company Management Chika Onozuka
Produktion Niwa Gekidan Penino, Arche LLC Coproduktion NO Limits Mit Unterstützung von Arts Council Tokyo
Weltpremiere März 2026, No Limits Festival (Hongkong)