Romeo Castellucci

© You Wei Chen

Biografie

Romeo Castellucci, 1960 in Cesena, Italien, geboren, ist Regisseur, Autor, Bühnenbildner, Kostümbildner und Lichtdesigner. Er wird weltweit für ein von ihm entwickeltes Theater gefeiert, das auf der Gesamtheit aller Künste beruht und eine holistische Wahrnehmung durch den Betrachtenden anstrebt. Sein Theater verschreibt sich einer Dramaturgie, die das Primat der Literatur aufhebt und so zu einer komplexen, plastischen Kunstform von außerordentlicher Bildmacht wird.
Die von ihm 1981 gegründete Socìetas Raffaello Sanzio gilt aufgrund ihrer radikalen ästhetischen Positionierung international als eine der wichtigsten zeitgenössischen Kompanien. Seine Inszenierungen werden regelmäßig von Theatern, Opernhäusern und Festivals in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten eingeladen. Castellucci ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen, unter anderem des Titels eines Chevalier des Arts et des Lettres und des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig. Zuletzt inszenierte er Salome (2018) bei den Salzburger Festspielen, Die Zauberflöte (2018) am La Monnaie in Brüssel, Alessandro Scarlattis Il primo omi­cidio (2019) an der Pariser Oper und Mozarts Requiem (2019) beim Festival d’Aix-en-Provence (Koproduktion Wiener Festwochen). Die Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt kürte ihn 2019 zum Regisseur und Bühnenbildner des Jahres. Zahlreiche Produktionen waren bereits bei den Wiener Festwochen zu Gast: La Discesa di Inanna (1990), Amleto (1992), Giulio Cesare (1997), Il Combattimento di Tancredi e Clorinda (2000), Purgatorio (2009), Sul concetto di volto del Figlio di Dio(2013), Orfeo ed Euridice (2014), Go down, Moses (2015), Democracy in America (2017), La Vita Nuova und Le Metope del Partenone (2019).

logo
logo
Drücken Sie die Eingabetaste, um zu suchen, oder ESC, um zu schließen
Die Wiener Festwochen danken ihren Hauptsponsoren