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Robert Wilson

Biografie

Robert Wilson (1941-2025), geboren in Waco (Texas, USA), gehört zu den weltweit bedeutendsten Theatermacher:innen und bildenden Künstler:innen. In seinen interdisziplinären Bühnenwerken verband er Tanz, Bewegung, Licht, Skulpturen, Musik und Text zu visuell eindrucksvollen und emotional aufgeladen Inszenierungen.

Zunächst studierte Wilson Betriebswirtschaft in Texas und später Architektur am Pratt Institute in Brooklyn. Mitte der 1960er Jahre gründete er dann das Performance-Kollektiv The Byrd Hoffman School of Byrds mit Sitz in einem New Yorker Lagerhaus. Dort entwickelte er seine ersten charakteristischen Arbeiten wie Deafman Glance (1970), eine siebenstündige Silent Opera. Die Tänzerin Byrd Hoffmann hatte Wilson geholfen sein Stottern zu überwinden. 1992 begründete Wilson das visionäre Watermill Center, ein interdisziplinäres Labor der Künste.


Im Laufe seiner Karriere arbeitete Wilson mit Künstler:innen wie Heiner Müller, Tom Waits, Susan Sontag, Laurie Anderson, Lou Reed, Jessye Norman und Anna Calvi zusammen und inszenierte Meisterwerke wie Goethes Faust, Homers Odyssee, Verdis La Traviata, sowie mehrere Stücke von Shakespeare. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten Philip Glass schuf er die avantgardistische Oper Einstein on the Beach (1976). Zu Wilsons Auszeichnungen zählen u.a. eine Pulitzer-Preis-Nominierung, der Goldene Löwe der Biennale von Venedig, ein Olivier Award und der japanische Kulturpreis Praemium Imperiale.


Bei den Wiener Festwochen waren u.a. Wilsons Inszenierung The Black Rider (1990) und Mary Said What She Said (2019). Mit The Tempest ist nun eine seiner letzten Arbeiten bei den Festwochen zu sehen. Robert Wilson verstarb am 31. Juli 2025.

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