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Rivers of Democracy

Rivers of Democracy

Residenz

Was bedeutet es, an einen Fluss zu glauben? Was, wenn Demokratie selbst ein Glaubenssystem ist – und wie ließe sie sich in ökologischen Begriffen neu denken?

In ganz Europa waren Flüsse seit jeher Orte des Lebens, der Mythen und der Ordnung.
Vor den vorherrschenden Religionen verstanden viele heidnische Kosmologien Europas Flüsse als lebendige Wesen – als Entitäten mit Geist, Handlungsmacht und Stimme. Sie prägten die alltäglichen Beziehungen zu Land, Wasser und zueinander.

Im Laufe der Zeit wurde die Natur zu etwas, das beherrscht werden sollte: zunächst durch religiöse Hierarchien, die den Menschen über sie stellten, und später durch moderne Systeme, die Land und Wasser als Ressourcen betrachteten, die besessen, verwaltet und ausgebeutet werden können. Heute strukturiert ein weiteres Glaubenssystem unsere Welt: der Kapitalismus. In ihm werden Flüsse selten als Rechtssubjekte behandelt, sondern als Vermögenswerte innerhalb einer Wirtschaft. Das wirft eine grundlegende Frage auf: Wer entscheidet über das Schicksal eines Flusses?

Die Freie Republik / Wiener Festwochen kooperiert mit European Alternatives bei „Rivers of Democracy“, einer transnationalen Initiative, die darauf abzielt, Flüsse nicht nur als ökologische Systeme neu zu denken, sondern als Rechtssubjekte, verflochten mit menschlichen Gemeinschaften, demokratischer Teilhabe und kulturellem Ausdruck. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird sich eine ausgewählte Gruppe von Teilnehmenden zu einer Residenz in Wien versammeln, wo sie gemeinsam zwei Workshops entwickeln wird, die auf dem Badeschiff stattfinden.

Weitere Informationen
https://euroalter.com/projects/rivers-of-democracy/


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