Raphaël Pichon

© Diego Salamanca

Biografie

Raphaël Pichon ist ein französischer Dirigent und Leiter des Originalklangensembles Pygmalion. Er begann seine musikalische Ausbildung in Versailles und studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Als junger Countertenor sang er bereits unter der Leitung von Jordi Savall, Gustav Leonhardt, Ton Koopman und Geoffroy Jourdain. 2006 gründete er das aus einem Chor und einem auf historisch-authentischen Instrumenten spielende Ensemble Pygmalion, das sich in seinen Programmen mit den Verbindungen zwischen Bach und Mendelssohn, Schütz und Brahms sowie Rameau, Gluck und Berlioz auseinandersetzt. Das Ensemble wurde insbesondere für die Interpretationen von Bachs Sakralmusik und der Tragédies lyriques von Rameau gefeiert. Pichon wird auch regelmäßig eingeladen, renommierte Ensembles zu dirigieren, darunter Holland Baroque, das Stavanger Symfoniorkester, Les Violons du Roy, das Scottish Chamber Orchestra, das Orchestre de Chambre de Lausanne und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, außerdem ist er regelmäßig am Opernhaus Zürich zu Gast. Zu seinen wichtigsten Projekten zählen Trauernacht (2014) in der Regie von Katie Mitchell und mit Musik von Johann Sebastian Bach, die Wiederentdeckung von Luigi Rossis L’Orfeo (2016), Monteverdis Vespro della Beata Vergine (2017) sowie die Purcell-Bearbeitung Miranda in der Regie von Katie Mitchell (2017). Für das Festival d’Aix-en-Provence erarbeitete er 2018 Die Zauberflöte in der Regie von Simon McBurney und 2019 Mozarts Requiem, seine erste Zusammenarbeit mit Romeo Castellucci. Zuletzt dirigierte er im Oktober 2021 eine Neuinszenierung von Fidelio an der Opéra-Compique in Paris.

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