Azade Shahmiri Voicelessness

© Zarvan Rouhbakhshan

Wie verändert das digitale Zeitalter unsere Vorstellung von Gerechtigkeit und Wahrheit? Die 1982 geborene iranische Regisseurin und Autorin Azade Shahmiri lässt in dem intimen Stück Voicelessness eine Schauspielerin mit den digitalen Abbildern und Stimmen anderer Menschen zusammentreffen. Die junge Nava gräbt in der Vergangenheit nach Antworten. Was geschah mit ihrem Großvater? Was passierte damals und liegt noch immer wie ein dunkler Schatten über ihrem Leben? Weit entfernt ist für Nava unsere Gegenwart. Sie lebt im Jahre 2070 und hat einen Weg gefunden, Stimmen aus der Vergangenheit zu hören.
Mit deren Hilfe sowie durch Videoaufnahmen von Verwandten und Freund*innen ist sie in der Lage, ihre eigene Version der Geschichte zu schreiben. Voicelessness wirft Fragen auf, die dringlicher kaum sein können: Wie kann man weit zurückliegende Verbrechen nachweisen? Wie sie ahnden, wenn die beteiligten Menschen längst tot sind? Eine eindringliches Debüt, das noch lange zu denken gibt.

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