Sarah Vanhee undercurrents

© Britt Hatzius

»Jeder Laut, den wir von uns geben, ist ein Stückchen Autobiographie. Er hat zwar einen absolut persönlichen Kern, seine Flugbahn jedoch ist öffentlich. Ein Stück nach außen projiziertes Innen.« Anne Carson
2013 begann die belgische Künstlerin Sarah Vanhee, das ästhetische und politische Potenzial des Schreis zu erforschen. Diese Recherche führte bisher zu verschiedenen Ausdrucksformen und Formaten, in denen Vanhee Menschen die Möglichkeit gibt zu schreien. Das Wissen, dass jede Person unterschiedlich klingt, ließ sie verschiedene Techniken und Methoden entwickeln, die auch jene einbinden, die noch nie zuvor geschrien haben. Ihrer Ansicht nach ist das Schreien ein Grundrecht und demokratisches Mittel. Für das Eröffnungswochenende haben die Wiener Festwochen Vanhee eingeladen, gemeinsam mit Bewohner*innen der Donaustadt eine Intervention zu erarbeiten. Alle Teilnehmenden bringen dafür ihre persönliche Motivation sowie ihre ganz eigene Art und Weise des Schreiens mit ein. Diese „Screamscape“ ermöglicht es den Zuhörenden, vorübergehend unter die Oberfläche der Gesellschaft zu tauchen und stellt eine Verbindung her zu einem tieferen und ungezähmteren Daseinsgefühl.

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