Sorour Darabi Savušun

© Otto Zinsou
© Sorour Darabi

Savušun, die neueste Arbeit von Sorour Darabi, ist eine Ode an die Verletzlichkeit, an fühlende, lebendige Wesen. Wie in seiner Performance Farci.e steht auch hier der Körper im Mittelpunkt. Wortwörtlich bedeutet „Savušun“: den Tod des Siyāwasch, des sagenumwobenen persischen Prinzen, beklagen. Inspiriert von der präislamischen Trauerzeremonie, die noch heute von schiitischen Muslimen zelebriert wird, untersucht der*die iranische Künstler*in, wofür der (männliche) Körper stehen kann. Denn in diesen traditionellen Ritualen des Trauerns, Schreiens, Singens und Schlagens erkennt Sorour Darabi eine heterogene Schönheit: Männer, die ihre Kraft und ihre Schwäche der zusehenden Menge offenbaren. Das gemeinsame Erlebnis ruft widersprüchliche und gemischte Gefühle: Stärke, Gewalt, Schmerz, Trauer und Zärtlichkeit.

Die Wiener Festwochen bieten mit Farci.e und Savušun zwei ausdrucksstarke Einblicke in einen originellen künstlerischen Kosmos.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzbestimmungen