Sarah Vanhee Oblivion

© Bernhard Muller
© Bernhard Muller

Was passiert mit den Dingen, die man Tag für Tag wegwirft? Die belgische Künstlerin, Performerin und Autorin Sarah Vanhee hat für Oblivion ein Jahr lang all ihren realen und virtuellen Abfall gesammelt – und daraus ein Bühnenjuwel gemacht. Gemeinsam mit ihr wechselt das Publikum konstant die Perspektive: Was geschieht mit den Beziehungen und Ideen, die man verwirft, weil sie misslungen sind, kaputt oder unbrauchbar? Mit Körperflüssigkeiten, die man absondert, den abgestorbenen Zellen? All den Dingen, die man längst vergessen hat, die aber immer noch existieren? Am Anfang sind da nur Kartons, die Vanhee wohlüberlegt ausräumt, während sie mit dem Publikum spricht. Nichts ist hier Zufall. Je voller die Bühne wird, desto zahlreicher werden die Assoziationen. Nicht nur um die Konsum- und Wegwerfgesellschaft geht es Vanhee in ihrem herausfordernden Solo. Sie fragt auch nach Schaffensprozessen, seien es alltägliche oder künstlerische. Vor allem aber wirft sie einen liebevollen, achtsamen Blick auf etwas, das viel zu oft vergessen wird: die Schönheit des Unnützen.

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