Romeo Castellucci / Societas Le Metope del Partenone

© Guido Mencari

Schreckliche Unfälle finden statt, Rettungskräfte kommen zum Einsatz. Ein Kampf um Leben und Tod. Romeo Castellucci zwingt zum Hinsehen. Der Italiener, der die europäische Theaterszene seit den 1980er Jahren nachhaltig geprägt hat, ist dieses Jahr bei den Festwochen gleich zweimal zu Gast. Wie La vita nuova steht Le Metope del Partenone für einen wichtigen Teil seines Schaffens, der in Wien bisher selten zu sehen war: performative Arbeiten außerhalb klassischer Theaterräume. Plötzlich und scheinbar ohne Ursache eintretende Schicksalsfälle werden in Le Metope del Partenone zu Skulpturen im Raum. Ähnlich den Metopen antiker Friese, auf denen mythische Kampfhandlungen zu Stein gerinnen, bilden sie – realistisch und metaphorisch – das menschliche Los ab. Rätsel unterbrechen die entsetzlichen Szenen. Wie in der griechischen Legende der Sphinx werden wir aufgefordert, uns selbst als Körper wie als Geisteswesen zu erkennen.

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