Apichatpong Weerasethakul Fever Room

© Courtesy of Kick The Machine Films
© Courtesy of Kick The Machine Films

Als Filmemacher ist Apichatpong Weerasethakul längst eine feste Größe: 2010 wurde er als erster Thailänder mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet, die BBC zählt drei seiner Filme zu den 100 bedeutendsten des 21. Jahrhunderts. Mit Fever Room, sein erstes Projekt für und mit dem Theaterraum, erweitert er das Kino um eine neue Dimension – und begeistert Publikum wie Kritik. Ausgangspunkt des Abends ist sein jüngster Film Cemetery of Splendour. Umgeben von Leinwänden tauchen die Zuschauer*innen in Projektionen ein, in Traumlandschaften aus Licht, Nebel und Schatten. Weerasethakuls Figuren nehmen in Parallelwelten Zuflucht, während ihre Heimat am Rande des Zusammenbruchs steht. Ihre persönlichen Geschichten vermischen sich mit jener des Landes. Anklänge an die gegenwärtige Militärdiktatur in Thailand sind erkennbar. Virtuos mit den Mitteln von Kino und Theater spielend, erschafft Weerasethakul ein Meisterwerk, das neue Möglichkeiten der Wahrnehmung eröffnet. Die Sinne sind hier genauso wichtig wie das Denken.

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