Die Festwochen in der Donaustadt

© Elodie Grethen
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Während des Eröffnungswochenendes werden die Wiener Festwochen im 22. Gemeindebezirk erkunden, welche Bedeutung einem Stadtfestival zukommen kann. Eine Reihe von künstlerischen Projekten setzt sich mit dem urbanen (Zusammen-)Leben auseinander. Großteils werden die Arbeiten spezifisch für bestimmte Orte der Donaustadt und/oder zusammen mit ihren Bewohner*innen entwickelt.
Von allen Wiener Gemeindebezirken weist die Donaustadt das höchste Bevölkerungswachstum auf. Hier, auf der anderen Seite des Flusses, ist das Durchschnittsalter niedriger als in Wien insgesamt.
Noch gibt es vergleichsweise wenig kulturelle Infrastruktur oder öffentliche Veranstaltungen. Die Wiener Festwochen 2019 verlassen die Innenstadt und starten mit einem Programm an Veranstaltungen rund um die Erste Bank Arena für drinnen und draußen, mit kurzen Stücken und durativen Installationen, (Disco-)Eislaufen und Partys. Als Kernstück wird Mariano Pensottis Diamante aufgeführt, ein meisterhafter Theatermarathon über eine städtische Siedlung in einer verlassenen Gegend. Gleichzeitig wird über mehrere Stunden hinweg eine schwarze Fahne von Hand zu Hand weitergereicht, und eine Gruppe von Frauen schart sich temporär wie Zugvögel auf einem öffentlichen Platz zusammen. Die Gegend wird durch überraschende künstlerische Interventionen zum Leben erweckt, menschliche Begegnungen finden statt. Von einem Gemeindebau, der den Herzschlag seiner Bewohner*innen hörbar macht, bis zu einer Bibliothek lebender Bücher – all diese Projekte setzen sich mit Formen des sozialen Zusammenlebens, mit Marginalisierungsprozessen und kulturellen Leerstellen auseinander und sind für alle zugänglich (großteils bei freiem Eintritt). Nach dem Eröffnungswochenende des Festivals ziehen einige dieser Projekte in andere Teile der Stadt weiter.

Mit Werken von Mette Edvardsen, Bouchra Ouizguen, Mariano Pensotti / Grupo Marea, Alice Ripoll / Cia REC, Ula Sickle, Sarah Vanhee, Benjamin Verdonck, Anna Witt

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