Anna Witt Beat House Donaustadt

© Elodie Grethen

Die Gegenden um Kagran und Kaisermühlen im heutigen 22. Wiener Gemeindebezirk sind ein Ort, an dem sich ein Stück Stadtgeschichte konzentriert: einst Arbeiter*innenviertel, Gemeindebauten-Hochburg, eine der letzten Bastionen des Roten Wien gegen den Austrofaschismus. Was Anna Witt an dieser Vergangenheit besonders interessiert, sind die lebendige Utopie, der Glaube an das Kollektive und an die Solidarität. Die bildende Künstlerin, 2018 mit dem Otto Mauer Preis ausgezeichnet, arbeitet performativ und partizipativ – so kann sie sich am besten den ihr wichtigen Fragen annähern: Wie viel Gemeinschaft ist in unserer Gesellschaft noch vorhanden? Was verbindet Bewohner*innen eines Gemeindebaus heute noch miteinander? Für Beat House Donaustadt zeichnet Anna Witt mit einem Ultraschallgerät deren Herzschläge auf. Gleich zu Beginn der Festwochen öffnen die Bewohner*innen die Fenster, lassen ihre individuellen Rhythmen erklingen und sich zu einem kollektiven Sound vereinen. Dem Sound der Stadt.

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