PREDICTABLY UNPREDICTABLE

LABOR ZUM FESTIVAL DER ZUKUNFT

Anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens laden die Festwochen dazu ein, gemeinsam Zukünfte zu entwerfen. Im Rahmen eines viertägigen Labors kommen Forscher*innen und Studierende von fünf Universitäten, Künstler*innen und Publikum zusammen, um in Lectures, Diskussionen sowie performativen, installativen und akustischen Interventionen nach der Positionierung eines Festivals im Gestern, Heute und Morgen zu fragen. Dabei begeben sie sich mithilfe des Festwochen Archivs auf die Spuren der vielfältigen Festivalgeschichte und entwickeln miteinander Visionen vom Festival der Zukunft: als Ort geplanter Unberechenbarkeit.

Auf dem terrain vague des ehemaligen Nordwestbahnhofs eröffnen vier Tage – die einzeln oder hintereinander besucht werden können – vier unterschiedliche Themengebiete. Unvorhersehbare Begegnungen stehen dabei im Zentrum: Expert*innen aus ganz unterschiedlichen Wissensgebieten – von Kunst über Robotik bis zur Architektur – treffen in Tandem-Talks zum ersten Mal aufeinander. Die Choreografin Anne Juren eröffnet jeden Tag mit einer imaginären Suche nach den fantastischen Anatomien eines Festivals. Junge Autor*innen schicken die Teilnehmer*innen auf einen Science-Fiction-Audiowalk. Und Forscher*innen aus verschiedenen Disziplinen – von den Kulturwissenschaften bis zur Soziologie – berichten von ihren Begegnungen mit der Vergangenheit im Festwochen Archiv.

Schon im Vorfeld präsentieren die Festwochen erstmals ein Online-Archiv, das zunächst Zugriff auf die Programmhefte von 1951 bis 2021 ermöglicht und in den nächsten Jahren um weitere Bestände wachsen wird. Dazu haben sich die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und die Theaterhistorikerin Theresa Eisele in zwei Essays mit der Rolle des Archivs für die performativen Künste sowie der Geschichte der Festwochen auseinandergesetzt.

Moderation Nicola Scherer Wissenschaftliche Begleitung Theresa Eisele

Nicola Scherer ist Künstlerin, Kuratorin und Kulturmanagerin, die an der Universität Hildesheim zum Schwerpunkt Festival Studies forscht und lehrt. In ihrer Dissertation untersuchte sie internationale Theaterfestivals und deren kulturpolitische Strategien. Mit dem Kollektiv space ensemble ist sie seit 2006 unter anderem in Berlin, Braunschweig, Wien und San Francisco tätig.

Theresa Eisele ist Theaterwissenschafterin und Autorin. Sie studierte in Leipzig, Madrid und Wien und forscht zur Theatergeschichte Wiens in der Moderne sowie zu theatralen Denkmodellen von Gesellschaft. 2021 ist sie Visiting Fellow am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin. Jüngst erschien ihr Buch Szenen der Wiener Moderne. Drei Artefakte und ihre Vorstellungswelten des Jüdischen in der Leipziger toldot-Reihe.

9. September 2021
Unpredictable Space(s)
10. September 2021
Unpredictable Encounter(s)
11. September 2021
Unpredictable Time(s)
12. September 2021
Unpredictable Practise(s)
© Christian Werner

9. September 2021
UNPREDICTABLE SPACE(S) Donnerstag

Die Räume des Festivals sind ebenso real wie imaginär. Wo findet das Festival der Zukunft statt? Welche Denkräume eröffnet es? Welchen Inhalten und Ästhetiken gibt es Raum? Expert*innen aus Szenografie, Stadtplanung, Architektur, Soziologie und Publizistik untersuchen die Beziehung des Festivals zur Stadt, blicken neugierig auf nicht-westliche Konzepte von öffentlichem Raum und verorten das Festival der Zukunft.

Stay tuned! Die Infos zum Tagesprogramm werden laufend ergänzt. Anmeldung ab 14. Mai

  • 12 Uhr Anne Juren: Fantasmical Anatomies for the Future I

    Performance

    Mit ihren Fantasmical Anatomies Lessons erforscht die Choreografin Anne Juren seit Jahren die Kraft verkörperten Wissens. Der Körper kann nicht nur als Archiv und Gedächtnis begriffen werden. Für Juren ist er der einzige Ort, um Zukunft zu denken und zu spüren. Fantasmical Anatomies for the Future ist eine Serie von Körperübungen in Form von poetischen, fantastischen und spekulativen Choreografien, die den Start eines jeden Tages markieren. Wie fühlt sich Zukunft an?

    Sprache Englisch

    Von und mit Anne Juren

    Die Wiener Choreografin, Tänzerin und Performerin Anne Juren stammt aus Grenoble. Seit 2015 entwickelt sie künstlerische Arbeiten als Teil einer fortlaufenden choreografischen und therapeutischen Forschung. Dabei erweitert sie den Choreografiebegriff, indem sie den Körper, in verschiedene physische, poetische, spekulative Erfahrungen einbezieht. Sie ist Feldenkrais-Praktikerin und absolviert derzeit ein Doktoratsstudium an der Stockholm University of the Arts.

  • 12.30 Uhr Unordnung, Differenz, Improvisation

    Diskurs

    Welche Impulse liefern die Räume der Stadt für ein Festival wie die Wiener Festwochen und wie schreibt sich dieses in den Stadtraum ein? Sozialwissenschaftler*innen der Universität Wien teilen die Ergebnisse ihres gemeinsamen Forschungsprozesses, in dem sie die Interaktionen von urbanem Raum und Kulturfestival unter die Lupe nehmen. An stadträumlichen Themen reiben sie Entwürfe aus dem Vergangenen mit dem Ungewissen, Neuen. Sichtbar werden innere und äußere Grenzen, Zwischenräume und Schattenorte, An- und Bereicherungen, Verwandlungen sowie Ein- und Ausschlüsse.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Soziologie & Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (Petra Herczeg, Christoph Reinprecht, Irina Kachapova, Oliver Wittich) / Universität Wien

  • 13.30 Uhr Tandem-Talks

    Talks

    Künstler*innen treffen in öffentlichen Gesprächen auf Expert*innen ihrer Wahl. Wen laden sie ein, um gemeinsam über das Festival der Zukunft nachzudenken? In einem unvorhersehbaren Aufeinandertreffen kommen sie zum ersten Mal öffentlich zusammen und suchen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nach gemeinsamen Visionen.

    Elke Krasny im Gespräch mit Marvi Mazhar
    Jozef Wouters im Gespräch mit einem*r Expert*in seiner Wahl

    Sprache Englisch

    Elke Krasny ist Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie forscht zu Fragen von Feminismen, Arbeit, Ökonomie, Ökologie und Erinnerungspolitiken in Architektur, Urbanismus, zeitgenössischer Kunst und Kunstvermittlung und ist Mitherausgeberin des Buchs Critical Care. Architecture and Urbanism for a Broken Planet.

    Die Arbeit der pakistanischen Architektin Marvi Mazhar vereint Visual Studies, Intervention und Raumpolitik. Sie forscht an der Goldsmiths, University of London, zu den Potenzialen gemeinschaftlicher Stadtplanung am Beispiel Karatschis, der größten Stadt Pakistans.

    Jozef Wouters ist Bühnenbildner und Theatermacher aus Brüssel. Seine Arbeiten nehmen Bezug auf spezifische Orte und stoßen eine Auseinandersetzung mit strategischen Räumen, sozialen Prozessen und der Imaginationskraft an. Seit 2017 ist er Artist in Residence bei Meg Stuart / Damaged Goods.

  • 15 Uhr echo / ghost I

    Audiowalk

    Ausgehend vom Begriff des Archivs präsentieren junge Autor*innen vier Audiowalks. An jedem der vier Tage lädt ein anderes Sprachkunstwerk dazu ein, die altbekannte Umgebung mit neuen Augen zu sehen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach Geschichtsschreibung als kreativem, lustvollem, auch gewaltsamem Akt und danach, wie ein Schreiben aussehen könnte, das die Hinterzimmer betritt und Bildrückseiten betrachtet, um die Spielkarten für die Zukunft neu zu mischen.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Sprachkunst (Gerhild Steinbuch) / Universität für angewandte Kunst Wien

  • 15.30 Uhr Tischgespräche & Plenum

    Diskurs

    Die Expert*innen des Tages werden zu Gastgeber*innen kleiner Gesprächsrunden, in denen die Beiträge des Tages weiter diskutiert werden.
    Alle Teilnehmer*innen und Expert*innen kommen am Ende jedes Nachmittags zusammen, um gemeinsam den Tag zu reflektieren. Was wurde gesagt und gedacht? Was bleibt? Was ist morgen noch relevant?

    Sprache Deutsch und Englisch

  • 18 Uhr echo / ghost I

    Audiowalk

    Ausgehend vom Begriff des Archivs präsentieren junge Autor*innen vier Audiowalks. An jedem der vier Tage lädt ein anderes Sprachkunstwerk dazu ein, die altbekannte Umgebung mit neuen Augen zu sehen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach Geschichtsschreibung als kreativem, lustvollem, auch gewaltsamem Akt und danach, wie ein Schreiben aussehen könnte, das die Hinterzimmer betritt und Bildrückseiten betrachtet, um die Spielkarten für die Zukunft neu zu mischen.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Sprachkunst (Gerhild Steinbuch) / Universität für angewandte Kunst Wien

10. September 2021
UNPREDICTABLE ENCOUNTER(S) Freitag

Ein Festival schafft Begegnungen und konstituiert Gemeinschaften. Wie erprobt das Festival der Zukunft neue Formen des Zusammenlebens? Wer trifft sich? Und wer ist außen vor? Wie formt ein Festival das soziale Miteinander – im Rahmen seiner Aufführungen und darüber hinaus? Künstler*innen, Roboter-Forscher*innen, Kunst- und Kulturvermittler*innen und anderen Expert*innen treten in Dialog, um dem Festival der Zukunft zu begegnen – zwischen leiblicher und virtueller Ko-Präsenz und –Kreation.

Stay tuned! Die Infos zum Tagesprogramm werden laufend ergänzt. Anmeldung ab 14. Mai

  • 12 Uhr Anne Juren: Anatomies for the Future II

    Performance

    Mit ihren Fantasmical Anatomies Lessons erforscht die Choreografin Anne Juren seit Jahren die Kraft verkörperten Wissens. Der Körper kann nicht nur als Archiv und Gedächtnis begriffen werden. Für Juren ist er der einzige Ort, um Zukunft zu denken und zu spüren. Fantasmical Anatomies for the Future ist eine Serie von Körperübungen in Form von poetischen, fantastischen und spekulativen Choreografien, die den Start eines jeden Tages markieren. Wie fühlt sich Zukunft an?

    Sprache Englisch

    Von und mit Anne Juren

    Die Wiener Choreografin, Tänzerin und Performerin Anne Juren stammt aus Grenoble. Seit 2015 entwickelt sie künstlerische Arbeiten als Teil einer fortlaufenden choreografischen und therapeutischen Forschung. Dabei erweitert sie den Choreografiebegriff, indem sie den Körper, in verschiedene physische, poetische, spekulative Erfahrungen einbezieht. Sie ist Feldenkrais-Praktikerin und absolviert derzeit ein Doktoratsstudium an der Stockholm University of the Arts.

  • 12.30 Uhr Wen interessieren eigentlich die Wiener Festwochen

    Diskurs

    Wer kommt? Wer kam? Wer war und wer ist eingeladen? Künstler*innen und Kunst- und Kulturvermittler*innen stellen die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts vor, das Inklusions- und Exklusionsmechanismen urbaner Festivals kritisch hinterfragt. Eine performative Spurensuche nach den An- und Abwesenden, basierend auf Archiv-Recherchen, künstlerisch-basierten Erhebungsmethoden und öffentlichen Interventionen im Vorfeld.

    Sprache Deutsch

    Von und mit MAE Master of Arts Education (Susanne Wolfram) / Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

  • 13.30 Uhr Tandem Talks

    Talk

    Künstler*innen treffen in öffentlichen Gesprächen auf Expert*innen ihrer Wahl. Wen laden sie ein, um gemeinsam über das Festival der Zukunft nachzudenken? In einem unvorhersehbaren Aufeinandertreffen kommen die beiden zum ersten Mal öffentlich zusammen und suchen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nach gemeinsamen Visionen.

    Begüm Erciyas im Gespräch mit Michael Spranger
    Wolfgang Zinggl (WochenKlausur) mit einem*r Expert*in seiner Wahl

    Sprache Deutsch und Englisch

    Die türkische Choreografin und Performerin Begüm Erciyas lebt und arbeitet in Brüssel. Ihre Werke beschäftigen sich häufig mit Ton und Stimme und ermöglichen dem Publikum paradoxe Erlebnisse zwischen Kollektiv und Einsamkeit. Im Rahmen der Wiener Festwochen 2021 ist ihre Arbeit Letters from Attica zu sehen.

    Michael Spranger ist Forscher am Sony Computer Science Laboratories Inc. in Tokio – einem Thinktank für Zukunftstechnologien, die Grenzen in Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft verschwimmen lassen. Er ist auf autonome Roboter spezialisiert und ist Co-Künstler bei Das Fremde – einem laufenden Kunstprojekt zum Thema kulturelle Identität und Maschinen.

    Die Gruppe WochenKlausur schafft Kunst ohne formale Werke und damit einen neuen Begriff von Kunst: Sie gestaltet das Zusammenleben und verringert in ihren Projekten gesellschaftspolitische Defizite wie z.B. 1993 in der Wiener Secession mit der Einrichtung einer medizinischen Versorgung für Obdachlose.

  • 15 Uhr echo / ghost II

    Audiowalk

    Ausgehend vom Begriff des Archivs präsentieren junge Autor*innen vier Audiowalks. An jedem der vier Tage lädt ein anderes Sprachkunstwerk dazu ein, die altbekannte Umgebung mit neuen Augen zu sehen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach Geschichtsschreibung als kreativem, lustvollem, auch gewaltsamem Akt und danach, wie ein Schreiben aussehen könnte, das die Hinterzimmer betritt und Bildrückseiten betrachtet, um die Spielkarten für die Zukunft neu zu mischen.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Sprachkunst (Gerhild Steinbuch) / Universität für angewandte Kunst Wien

  • 15.30 Uhr Tischgespräche & Plenum

    Diskurs

    Die Expert*innen des Tages werden zu Gastgeber*innen kleiner Gesprächsrunden, in denen die Beiträge des Tages weiter diskutiert werden.
    Alle Teilnehmer*innen und Expert*innen kommen am Ende jedes Nachmittags zusammen, um gemeinsam den Tag zu reflektieren. Was wurde gesagt und gedacht? Was bleibt? Was ist morgen noch relevant?

    Sprache Deutsch und Englisch

  • 18 Uhr echo / ghost II

    Audiowalk

    Ausgehend vom Begriff des Archivs präsentieren junge Autor*innen vier Audiowalks. An jedem der vier Tage lädt ein anderes Sprachkunstwerk dazu ein, die altbekannte Umgebung mit neuen Augen zu sehen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach Geschichtsschreibung als kreativem, lustvollem, auch gewaltsamem Akt und danach, wie ein Schreiben aussehen könnte, das die Hinterzimmer betritt und Bildrückseiten betrachtet, um die Spielkarten für die Zukunft neu zu mischen.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Sprachkunst (Gerhild Steinbuch) / Universität für angewandte Kunst Wien

11. September 2021
UNPREDICTABLE TIME(S) Samstag

Ein Festival ist gestaltete Zeit. In der Gegenwart des Festivals kulminieren Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Innovation. Wie verhält sich das Festival der Zukunft zur Zeitökonomie einer Gesellschaft? Wie definiert es Zeitgenoss*innenschaft? Dramaturg*innen, Kurator*innen und Soziolog*innen,Kunst- und Kulturwissenschaftler*innen und Expert*innen der Critical Studies begeben sich auf die Suche nach einem Festival am Puls der Zeit.

Stay tuned! Die Infos zum Tagesprogramm werden laufend ergänzt. Anmeldung ab 14. Mai

  • 12 Uhr Anne Juren: Fantasmical Anatomies for the Future III

    Performance

    Mit ihren Fantasmical Anatomies Lessons erforscht die Choreografin Anne Juren seit Jahren die Kraft verkörperten Wissens. Der Körper kann nicht nur als Archiv und Gedächtnis begriffen werden. Für Juren ist er der einzige Ort, um Zukunft zu denken und zu spüren. Fantasmical Anatomies for the Future ist eine Serie von Körperübungen in Form von poetischen, fantastischen und spekulativen Choreografien, die den Start eines jeden Tages markieren. Wie fühlt sich Zukunft an?

    Sprache Englisch

    Von und mit Anne Juren

    Die Wiener Choreografin, Tänzerin und Performerin Anne Juren stammt aus Grenoble. Seit 2015 entwickelt sie künstlerische Arbeiten als Teil einer fortlaufenden choreografischen und therapeutischen Forschung. Dabei erweitert sie den Choreografiebegriff, indem sie den Körper, in verschiedene physische, poetische, spekulative Erfahrungen einbezieht. Sie ist Feldenkrais-Praktikerin und absolviert derzeit ein Doktoratsstudium an der Stockholm University of the Arts.

  • 12.30 Uhr Das Projekt und seine Zeit

    Diskurs

    Einst setzte das Festival als temporäre Veranstaltung den etablierten Institutionen experimentelle Projekte entgegen. Wenn sich die Projektkultur aber selbst zu einem dominanten Format entwickelt, wird die Ausnahme zur Regel. Geht die Institutionalisierung der Festivalkultur mit der Etablierung prekärer Verhältnisse einher? Lässt sich das Narrativ des Festivals als institutionskritisches Korrektiv aufrechterhalten? Wie muss es neu gedacht werden? Künstler*innen und Kunst- und Kulturwissenschaftler*innen blicken kritisch auf diese Veränderungen.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften & Institut für Kunst und Architektur (Leonie Huber, Lisa Schmidt-Colinet, Andreas Spiegl)/ Akademie der bildenden Künste Wien

  • 13.30 Uhr Tandem-Talks

    Talk

    Künstler*innen treffen in öffentlichen Gesprächen auf Expert*innen ihrer Wahl. Wen laden sie ein, um gemeinsam über das Festival der Zukunft nachzudenken? In einem unvorhersehbaren Aufeinandertreffen kommen die beiden zum ersten Mal öffentlich zusammen und suchen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nach gemeinsamen Visionen.

    N.N. im Gespräch mit einem*r Expert*in seiner/ihrer Wahl
    Alexandra Althoff im Gespräch mit Helga Nowotny

    Sprache Deutsch

    Die Dramaturgin und Theaterwissenschaftlerin Alexandra Althoff ist Stellvertretende Künstlerische Direktorin am Burgtheater und Teil des Künstler*innenkollektivs RAUM+ZEIT, das Inszenierungen und Installationen entwirft, die mit der Logik eines konsistenten Raum-Zeit-Kontinuums und der inneren Welt der Wahrnehmung spielen.

    Helga Nowotny ist Professorin emerita der ETH Zürich und ehemalige Präsidentin des Europäischen Forschungsrates, ERC. Ihre Bücher Eigenzeit (1987) bzw. Eigenzeit. Revisited (2016) wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Helga Nowotny ist seit vielen Jahren Mitglied der International Society fot the Study of Time, deren Präsidentin sie von 1992 bis 1995 war.

  • 15 Uhr echo / ghost III

    Audiowalk

    Ausgehend vom Begriff des Archivs präsentieren junge Autor*innen vier Audiowalks. An jedem der vier Tage lädt ein anderes Sprachkunstwerk dazu ein, die altbekannte Umgebung mit neuen Augen zu sehen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach Geschichtsschreibung als kreativem, lustvollem, auch gewaltsamem Akt und danach, wie ein Schreiben aussehen könnte, das die Hinterzimmer betritt und Bildrückseiten betrachtet, um die Spielkarten für die Zukunft neu zu mischen.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Sprachkunst (Gerhild Steinbuch) / Universität für angewandte Kunst Wien

  • 15.30 Uhr Tischgespräche und Plenum

    Diskurs

    Die Expert*innen des Tages werden zu Gastgeber*innen kleiner Gesprächsrunden, in denen die Beiträge des Tages weiter diskutiert werden.
    Alle Teilnehmer*innen und Expert*innen kommen am Ende jedes Nachmittags zusammen, um gemeinsam den Tag zu reflektieren. Was wurde gesagt und gedacht? Was bleibt? Was ist morgen noch relevant?

    Sprache Deutsch und Englisch

  • 18 Uhr echo / ghost III

    Audiowalk

    Ausgehend vom Begriff des Archivs präsentieren junge Autor*innen vier Audiowalks. An jedem der vier Tage lädt ein anderes Sprachkunstwerk dazu ein, die altbekannte Umgebung mit neuen Augen zu sehen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach Geschichtsschreibung als kreativem, lustvollem, auch gewaltsamem Akt und danach, wie ein Schreiben aussehen könnte, das die Hinterzimmer betritt und Bildrückseiten betrachtet, um die Spielkarten für die Zukunft neu zu mischen.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Sprachkunst (Gerhild Steinbuch) / Universität für angewandte Kunst Wien

12. September 2021
UNPREDICTABLE PRACTICE(S) Sonntag

Wie kann sich das Festival der Zukunft neugierig und lustvoll ins Ungewisse stürzen? Ergebnisoffene Prozesse anstoßen, Produktionsbedingungen flexibel gestalten und Künstler*innen zu Risiken ermutigen? Theatermacher*innen und Choreograf*innen begeben sich auf die Suche nach neuen Modellen künstlerischer Produktion. Kunst- und Kulturwissenschaftler*innen und Künstler*innen, die mit Raum, Medien, Fotografie und Sprache arbeiten, fragen nach den Bedürfnissen und Bedingungen kreativen Schaffens.

Stay tuned! Die Infos zum Tagesprogramm werden laufend ergänzt. Anmeldung ab 14. Mai

  • 12 Uhr Anne Juren: Fantasmical Anatomies for the Future IV

    Performance

    Mit ihren Fantasmical Anatomies Lessons erforscht die Choreografin Anne Juren seit Jahren die Kraft verkörperten Wissens. Der Körper kann nicht nur als Archiv und Gedächtnis begriffen werden. Für Juren ist er der einzige Ort, um Zukunft zu denken und zu spüren. Fantasmical Anatomies for the Future ist eine Serie von Körperübungen in Form von poetischen, fantastischen und spekulativen Choreografien, die den Start eines jeden Tages markieren. Wie fühlt sich Zukunft an?

    Sprache Englisch

    Von und mit Anne Juren

    Die Wiener Choreografin, Tänzerin und Performerin Anne Juren stammt aus Grenoble. Seit 2015 entwickelt sie künstlerische Arbeiten als Teil einer fortlaufenden choreografischen und therapeutischen Forschung. Dabei erweitert sie den Choreografiebegriff, indem sie den Körper, in verschiedene physische, poetische, spekulative Erfahrungen einbezieht. Sie ist Feldenkrais-Praktikerin und absolviert derzeit ein Doktoratsstudium an der Stockholm University of the Arts.

  • 12.30 Uhr Heute denken, morgen fertig?

    Diskurs

    Wie verkörpert ein Festival eine Idee? Wie schafft künstlerische Produktion Gemeinschaft? Was wächst im Schatten von Leuchttürmen? Ausgehend von Ereignissen der Festwochen (Das tiefe Kehlchen von Martin Kippenberger,1991, sowie Bitte liebt Österreich von Christoph Schlingensief, 2000) und weiteren Beispielen gemeinschaftsstiftender künstlerischer Produktion beschäftigen sich Künstler*innen und Theoretiker*innen mit dem Spannungsfeld zwischen Einzigartig- und Austauschbarkeit, zwischen Arena und Elite, zwischen Niveau und Schwindel, sowie der Frage, was das Fest im Namen der Institution bedeutet, die sich ganz ihrer Stadt verschrieben hat: „Unsterbliches Wien“, wie es 1951 wieder hieß.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Kunst- und Wissenstransfer (Götz Leineweber) / Universität für angewandte Kunst Wien

  • 13.30 Uhr Tandem-Talks

    Talk

    Künstler*innen treffen in öffentlichen Gesprächen auf Expert*innen ihrer Wahl. Wen laden sie ein, um gemeinsam über das Festival der Zukunft nachzudenken? In einem unvorhersehbaren Aufeinandertreffen kommen die beiden zum ersten Mal öffentlich zusammen und suchen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nach gemeinsamen Visionen.

    Claudia Bosse im Gespräch mit einem*r Expert*in ihrer Wahl
    Tim Etchells im Gespräch mit einem*r Expert*in seiner Wahl

    Sprache Deutsch und Englisch

    Claudia Bosse ist die Leiterin von theatercombinat, einer Kompanie zur Produktion unabhängiger Performance- und Theaterkunst, deren raumspezifische Arbeiten in Zeiträumen von einer Woche bis zu vier Jahren in Städten wie Wien, Tunis, Kairo, Jakarta und New York entstehen und unterschiedliche Formen annehmen. Sie versteht ihre Choreografien als Kunst einer temporären Gemeinschaft, die Geschichte verhandeln und Utopien erforschen. Seit 2011 entstehen zudem installative Arbeiten in der Auseinandersetzung mit Archiven und Sammlungen.

    Tim Etchells ist der Leiter der Performance-Gruppe Forced Entertainment. Seine Arbeit als freischaffender Künstler reicht von Performance bis zu Video, Fotografie, Text und Installation. Realisiert wird sie auf einem Computerbildschirm, einem Stück Papier, einer Galerie oder mitten auf der Straße. Im Zentrum seiner Projekte liegt die Faszination für Regeln und Systeme, insbesondere für die Art, wie diese Systeme beides sein können: produktiv und einschränkend.

  • 15 Uhr echo / ghost IV

    Audiowalk

    Ausgehend vom Begriff des Archivs präsentieren junge Autor*innen vier Audiowalks. An jedem der vier Tage lädt ein anderes Sprachkunstwerk dazu ein, die altbekannte Umgebung mit neuen Augen zu sehen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach Geschichtsschreibung als kreativem, lustvollem, auch gewaltsamem Akt und danach, wie ein Schreiben aussehen könnte, das die Hinterzimmer betritt und Bildrückseiten betrachtet, um die Spielkarten für die Zukunft neu zu mischen.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Sprachkunst (Gerhild Steinbuch) / Universität für angewandte Kunst Wien

  • 15.30 Uhr Tischgespräche & Plenum

    Diskurs

    Die Expert*innen des Tages werden zu Gastgeber*innen kleiner Gesprächsrunden, in denen die Beiträge des Tages weiter diskutiert werden.
    Alle Teilnehmer*innen und Expert*innen kommen am Ende jedes Nachmittags zusammen, um gemeinsam den Tag zu reflektieren. Was wurde gesagt und gedacht? Was bleibt? Was ist morgen noch relevant?

    Sprache Deutsch und Englisch

  • 18 Uhr echo / ghost IV

    Audiowalk

    Ausgehend vom Begriff des Archivs präsentieren junge Autor*innen vier Audiowalks. An jedem der vier Tage lädt ein anderes Sprachkunstwerk dazu ein, die altbekannte Umgebung mit neuen Augen zu sehen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach Geschichtsschreibung als kreativem, lustvollem, auch gewaltsamem Akt und danach, wie ein Schreiben aussehen könnte, das die Hinterzimmer betritt und Bildrückseiten betrachtet, um die Spielkarten für die Zukunft neu zu mischen.

    Sprache Deutsch

    Von und mit Institut für Sprachkunst (Gerhild Steinbuch) / Universität für angewandte Kunst Wien

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