Slavs and Tatars
Pickle Bar
Performance, Visual Arts
Ort Spitzer
Sprache Englisch
Dauer 25 bis 60 Min.
Preis 7 Euro
Termine
Vorige Termine
17. Mai
Dienstag
Zeit 19 Uhr mit Nora Turato
 
19. Mai
Donnerstag
Zeit 19 Uhr mit Nora Turato
 
24. Mai
Dienstag
Zeit 19 Uhr mit Selin Davasse
 
26. Mai
Donnerstag
Zeit 19 Uhr mit Selin Davasse
 
31. Mai
Dienstag
Zeit 19 Uhr mit Veronika Merklein & Ela A. Sattler
 
2. Juni
Donnerstag
Zeit 19 Uhr mit Veronika Merklein & Ela A. Sattler
 
7. Juni
Dienstag
Zeit 19 Uhr mit Mai Ling
 
9. Juni
Donnerstag
Zeit 19 Uhr mit Mai Ling
 
14. Juni
Dienstag
Zeit 19 Uhr mit Onur Karaoğlu
 
16. Juni
Donnerstag
Zeit 19 Uhr mit Onur Karaoğlu
 
Weitere Termine
© Slavs and Tatars
© Franzi Kreis
© Franzi Kreis
© Franzi Kreis
  • Papierfreies Abendprogramm

    Einen Einleitungstext zur Pickle Bar sowie Infos zu den ausgestellten Kunstwerken von Slavs and Tatars finden Sie hier.

  • adO/Aptive reading group

    21. / 28. Mai, 4. / 11. Juni, 16.30 - 20 Uhr
    Eintritt frei
    Details und Anmeldung

  • Pickle Bar

    Nach der Performance ist die Pickle Bar bis 22 Uhr geöffnet.

Fermentation verwandelt. Zucker zu Alkohol oder frisches Gemüse zu haltbarem. Macht Abenteuer im Mund. Das international erfolgreiche Künstler:innen-Kollektiv Slavs and Tatars eröffnet für die Wiener Festwochen eine Pickle Bar. Diese slawische Version einer Aperitivo Bar serviert jeden Dienstag und Donnerstag am frühen Abend eingelegte Delikatessen, vergorene Säfte und außergewöhnliche Trinksprüche. In wöchentlich wechselnden Performances setzen sich die eingeladenen Künstler:innen Nora Turato, Selin Davasse, Veronika Merklein & Ela A. Sattler, Mai Ling und Onur Karaoğlu mit diesem besonderen Ambiente auseinander. Samstags tagt die adO/Aptive reading group. Slavs and Tatars, die sich mit ihren Recherche-Projekten in das Gebiet östlich der ehemaligen Berliner Mauer und westlich der Chinesischen begeben, pflegen ein neckisches Verhältnis zu den eurasischen Sprachen, zu Ideologien und Glaubenssystemen. Die Pickle Bar lässt das Naheverhältnis von Sprechen und Essen hochleben. Und zelebriert das Prinzip der Gastfreundschaft. Ein Prosit auf die Fermentation!

  • 17. / 19. Mai, 19 Uhr Nora Turato

    Mit ihren klangvollen Spoken-Word-Performances und typografischen Kunstwerken Nora Turato die Kunstwelt. Ihre Performance zum Pickle Bar Auftakt dreht sich um die Politik des Akzents in der gesprochenen Sprache. Anhand des Beispiels Hollywood und seiner langen Geschichte der Konstruktion von Identitätsstereotypen durch unbeholfenes Casting und den Einsatz eindimensionaler Charaktere wird klar: Ein Akzent verrät viel. Auch über eine Performance-Künstlerin selbst, deren Stimme nicht nur ihr Medium, sondern auch Kapital ist. Wie Vokale und Silben betont werden, ist automatisch Bedeutungsträger nationaler Identität. Ein virtuoses Solo aus überbordenden Textcollagen über Sichtbarkeit, Repräsentation, Machtverhältnisse und Aufmerksamkeitsökonomien in der Unterhaltungsindustrie.

  • 24. / 26. Mai, 19 Uhr Selin Davasse

    Im Wein liegt die Weisheit! Wortgewandt, poetisch und parodistisch bezirzt Selin Davasse in ihrer Solo-Performance die Pickle Bar Gäste mit der hohen Kunst des Trinkspruchs. In Unlace my Syntax schlüpft sie in die Rolle eines Tamada – eines rhetorisch brillanten, trinkfesten Zeremonienmeisters der georgischen Tischgesellschaft. Doch anstatt traditioneller Werte von Land und Familie, hebt Davasses Tamada das Glas auf Pluralität und Solidarität. In der Hosenrolle rezitiert sie anregende Reime über queeren Eros und Ekstase und salutiert der sublimierten Homoerotik, die der maskulinen Tradition des feierlichen Saufens innewohnt. Queerer Stolz statt patriotischem Pathos!

  • 31. Mai, 2. Juni, 19 Uhr Veronika Merklein & Ela A. Sattler

    Kaum ein Ess-Akt hatte schwerwiegendere Folgen für die Menschheit als der Biss in die verbotene Frucht. Veronika Merklein und Ela A. Sattlers Performance Garten Eden ist eine queere Fett-Version der Geschichte von Adam und Eva und bittet das Publikum zum Intermezzo über eine toxische Beziehung zweier Narzisst:innen und einem schier nicht enden wollenden Verzehr der paradiesischen Äpfel. Der Sündenfall ist nicht nur die Erkenntnis von Gut und Böse, er bringt auch die Sehnsucht und die Trauer um das verlorene Paradies. Harmonie und Sicherheit – das ultimative Dispositiv des Schlaraffenlandes in unserer unsicheren Zeit und Welt? Garten Eden findet keine Lösung oder Erlösung, vielmehr hält die wortlose Performance die Schwebe, in einer lustvoll unheimlichen Dauerschleife.

  • 7. / 9. Juni, 19 Uhr Mai Ling

    In ihrer Performance Mai Ling Kocht untersucht das Wiener Kollektiv die Weiterentwicklung der asiatischen Küche durch ihre Mobilität und weltweite Migration und lädt das Publikum zu einer tiefgehenden Erkundung von Konsistenz, Geschichte und Politik der Speisen ein. Indem Essen das Bedürfnis nach Komfort und Genuss befriedigt, verwandelt es sich über die bloße Nahrungsaufnahme hinaus in ein Medium, das zu sättigen vermag, was durch Migration verloren gegangen ist. Durch performative Interaktion mit Lebensmitteln dekonstruiert Mai Lings gesellige Performance festgefahrene Stereotypen und rassistische Strukturen und wird zum Protest, der durch den Magen geht!

  • 14. / 16. Juni, 19 Uhr Onur Karaoğlu

    Inspiriert von einem Lied des türkischen Dichters Mahzuni Şerif bedient sich der Theatermacher Onur Karaoğlu in seiner Performance In Vain (Vergebens) der epischen Aşık Gesangstradition, um die jüngsten Auswirkungen der Klimakatastrophe zu beklagen. Zur desaströsen Schlammschicht aus abgestorbenen Mikroorganismen, die 2021 das Marmarameer vor Karaoğlus Heimatstadt Istanbul bedeckt, lässt der Künstler vier verschiedene Geschichtenerzähl:innen zu Wort kommen – einen mittelalterlichen Ozeanographen, ein längst verschwundenes Meer, einen Dichter aus dem letzten Jahrhundert und einen jungen Schriftsteller von heute. Die interaktive Performance spannt sich poetisch über die Zeiten hinweg und eröffnet neue Bedeutung im Angesicht der Krise.

  • 21. / 28. Mai, 4. / 11. Juni, 16.30 - 20 Uhr adO/Aptive Reading Group

    Ganz im Zeichen der Fermentierung als potenten Umwandlungsprozess trifft sich die in Wien aktive adO/Aptive Reading Group zu vier Lese-Sessions in der Pickle Bar und lädt dazu ein, neben den Geschmacksknospen vor allem auch die Hirnzellen ordentlich zu stimulieren. Unter dem Motto terrA/Or [fe(a)r(ment)] stehen kritische und spekulative Texte über Zugehörigkeit, Identität und Technologie von u.a. Sayak Valencia, Bernard Stiegler, Thomas Moynihan, Tiqqun, Sadie Plant und Heinz von Foerster auf der Leseliste. „Angst“ fermentieren für eine Terra ohne Terror!

    Details und Anmeldung

  • Künstlerisches Team

    Konzept, Design Slavs and Tatars Kuratiert von Patricia Couvet, Anastasia Marukhina, Alper Turan Mit Performances von Selin Davasse, Onur Karaoğlu, Mai Ling, Veronika Merklein & Ela A. Sattler, Nora Turato Szenografie Slavs and Tatars

  • Produktion

    Ein Auftragswerk und eine Produktion von Wiener Festwochen in Zusammenarbeit mit Pickle Bar (Berlin)

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