Phia Ménard

© Bea Borgers

Biografie

Phia Ménard, geboren 1971, ist eine französische Performerin und Regisseurin. Sie erlernte die Techniken des Jonglierens sowie theatrale Komposition bei Jérôme Thomas. Bald schloss sie sich dessen Truppe an und trat in Hic Hoc auf. Als Künstlerin und Improvisatorin entwickelte sie bis 2003 zahlreiche Produktionen für die Gruppe. 1998 gründete sie die Compagnie Non Nova. Ihr Solostück Ascenseur, fantasmagorie pour élever les gens et les fardeaux aus dem Jahr 2001 brachte ihr erstmals breitere Anerkennung und Kritikerlob als Schöpferin künstlerischer Performances ein. 2008 bekannte sich Phia Ménard zu ihrer neuen Identität und ihrer Absicht, von nun an als Frau leben zu wollen. Ihre künstlerische Laufbahn schlug mit I.C.E. – Injonglabilité complémentaire des éléments, einem Projekt, das kreative, intellektuelle und imaginative Ansätze zu den Begriffen der Verwandlung, Erosion und Sublimierung natürlicher Materie und Elemente vereint, ebenfalls eine neue Richtung ein. Ihre Arbeit P.P.P. für das Zentrum für Performancekunst Les Nouvelles Subsistances in Lyon, tourte 2008 durch Europa und Südamerika. Im selben Jahr erarbeitete Phia Ménard L’après-midi d’un foehn version 1 als erstes Stück ihres Wind Cycle (Pièces du Vent) am Naturgeschichtlichen Museum von Nantes, sowie Kooperationen mit dem Kollektiv La Valise und Anne-James Chaton. Am Centre international de Formation en Arts du Spectacle (CIFAS) in Brüssel begann Phia Ménard das Forschungsprojekt In the Mood zu Fragen von Gender und Stimmung. Im Juni 2015 entwickelte sie Belle d’Hier, die erste Arbeit im Rahmen des Zyklus Pièces de l’Eau et de la Vapeur. Contes Immoraux – Partie 1 : Maison Mère wurde 2017 bei der documenta 14 in Kassel uraufgeführt und war 2019 der Überraschungserfolg bei den Wiener Festwochen. 2018 inszenierte sie Et in Arcadia Ego für die Pariser Opéra-Comique, eine Zusammenarbeit mit Christophe Rousset und dem Autor Eric Reinhardt. Die Auftragsarbeit No Way zum 70. Jubiläum der Erklärung der Menschenrechte wurde im Dezember des selben Jahres am Théâtre National de Chaillot in Paris uraufgeführt. 2014 wurde Phia Ménard mit der Auszeichnung Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres geehrt.

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