Oksana Lyniv

© Oliver Wolf

Biografie

Oksana Lyniv ist seit 2022 die Musikdirektorin des Teatro Comunale di Bologna und damit die erste weibliche Chefdirigentin eines italienischen Opernhauses. Sie schrieb Geschichte als die erste Dirigentin in der Geschichte der Bayreuther Festspiele mit ihrer Debütproduktion des Fliegenden Holländers zur Eröffnung des Festivals im Jahr 2021. Nach dem Sensationserfolg der Premiere wurde sie bis 2024 nach Bayreuth verpflichtet.
Zu ihren großen Erfolgen zählen Auftritte an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Berlin, dem Teatro dell'Opera di Roma, dem Royal Opera House Covent Garden, der Opéra National de Paris, der Oper Frankfurt, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, dem Theater an der Wien und der Staatsoper Stuttgart.
Oksana Lyniv studierte an der Hochschule für Musik in Dresden und fungierte von 2008 bis 2013 als stellvertretende Chefdirigentin an der Nationaloper Odessa. Von 2013 bis 2017 arbeitete sie als musikalische Assistentin von GMD Kirill Petrenko und Dirigentin an der Bayerischen Staatsoper in München. Im Jahr 2014 feierte sie ihr wichtiges Debüt auf europäischer Bühne als Dirigentin an der Bayerischen Staatsoper mit Mozarts La clemenza di Tito. Von 2017 bis 2020 war sie Chefdirigentin der Oper Graz und der Grazer Philharmoniker. Parallel zu ihrer steilen Karriere setzt sich Oksana Lyniv leidenschaftlich für die Vermittlung klassischer Musik auf internationaler Ebene und in der Ukraine ein und ist die Gründerin sowie Chefdirigentin des Jugendsinfonieorchesters der Ukraine/YsOU.
Sie wurde mit mehreren internationalen Titeln und Preisen ausgezeichnet, darunter der Festspielpreis der Bayerischen Staatsoper im Jahr 2015 und der renommierte TREBBIA International Award im Jahr 2019. Im November 2020 erhielt Oksana Lyniv den Opera!Award als beste Dirigentin des Jahres. Im Jahr 2021 wurde sie mit dem ukrainischen Verdienstorden der Fürstin Olga geehrt und im Jahr 2022 wurde sie für ihre Bemühungen, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für das kulturelle Erbe zu stärken, zur Laureatin des Europäischen Helena Vaz da Silva-Preises ernannt. 2023 erhielt sie den Opera!Award Sonderpreis für herausragendes Engagement.
In Zeiten des russischen Krieges gegen die Ukraine zeigt Oksana Lyniv sich als hingebungsvolle Kulturbotschafterin ihres Landes und setzt sich leidenschaftlich für die Aufführung ukrainischer Komponisten auf internationalen Bühnen ein.

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