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Marta Górnicka

© Esra Rotthoff

Biografie

Marta Górnicka (Polen) ist Theaterregisseurin und Autorin.

Bekannt ist sie als Wiederentdeckerin des Chor-Prinzips im zeitgenössischen Theater. Der Chor, den sie als einzige Hauptfigur ins Zentrum setzt, ist immer ein kritisches Instrument, um Mechanismen der Kontrolle, Ausgrenzung und Gewalt zu untersuchen, als Ausdruck von Gemeinschaft. Besonders marginalisierte Stimmen sollen bei Górnickas Werken Raum bekommen und die Beziehung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft ausgelotet werden. 2019 gründete sie das Political Voice Institute (PVI) als Labor für Chortheater am Maxim Gorki Theater, ein Workshop-Zentrum für den Gebrauch der kollektiven Stimme/Körper und Sprache.

Mit ihrer neusten Produktion Kassandra präsentiert Górnicka zum ersten Mal eine Arbeit bei den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und überhaupt in Wien.

Ihre Arbeiten umfassen unter anderem Magnificat (2011), worin sie mithilfe von Bibeltexten einen Kommentar zur katholischen Kultur und Frauenrolle inszenierte oder Mothers. A Song for Wartime (2023) mit einem Chor aus geflüchteten Frauen aus Ukraine, Belarus und Polen. Ihre Inszenierung M(other) Courage wurde 2016 für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ nominiert und 2025 erhielt sie den ITI-Preis des Internationalen Theaterinstituts.

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