Marlene Monteiro Freitas, Alban Berg, Maxime Pascal, Radio-Symphonieorchester Wien
Lulu
Oper
Festwochen Commission
Sprache Deutsch mit englischen Übertiteln
Preise 48 / 68 / 89 / 99 / 126 / 148 Euro / Einführungsmatinee: 5 Euro
Termine
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© Gerhard Richter 2022 (02082022)
  • Ein gemeinsames Projekt von

    Wiener Festwochen und MusikTheater an der Wien

  • Einführungsmatinee

    14. Mai, 11 Uhr, Halle E im MuseumsQuartier
    Preis
    5 Euro

  • Werkeinführung

    Jeweils 30 Minuten vor der Vorstellung.
    Eintritt frei

Lulu, die Protagonistin der Tragödien Erdgeist (1895) und Die Büchse der Pandora (1902) von Frank Wedekind, wer ist sie? Angekündigt als „das wahre Tier, das wilde, schöne Tier“, erfährt Lulu Aufstieg, Freiheit und Fall entlang reicher, zahlender Männer und wird am Ende von Jack the Ripper ermordet. Als Femme fatale und Femme fragile gleichermaßen begehrt, existiert diese Figur als das Bild, das andere sich von ihr machen. Wer also ist Lulu? Opfer einer Maschinerie der Begierde und Unterdrückung, von Gefangenschaft und Befreiung. Vielleicht aber auch: selbst eine Maschine der schillernden Effekte. 1937 kam mit Alban Bergs unvollendet gebliebener Lulu die erste nach der Zwölftontechnik komponierte Oper zur Uraufführung. 2023 wird sie von der Choreografin und Tänzerin Marlene Monteiro Freitas inszeniert. Gemeinsam mit dem jungen Dirigenten Maxime Pascal hat sich die Künstlerin für die fragmentarische Fassung der Oper entschieden. Die Komposition wird im dritten Akt in offener Form mit Teilen der Lulu Suite ergänzt. Im gemeinsamen Projekt von Wiener Festwochen und MusikTheater an der Wien übernimmt das Radio-Symphonieorchester Wien die musikalische Interpretation. Auf der Bühne überschlagen sich die Bilder, für die Marlene Monteiro Freitas im Zuge ihrer ersten Opernregie mit einem Ensemble aus Sänger:innen und Tänzer:innen zusammenarbeitet. Die kontrastreiche Partitur, die Extravaganz der Geschichte und die facettenreiche Identität der Lulu finden in der Künstlerin eine inspirierte und inspirierende Komplizin.

  • Handlung

    1. Akt Im Atelier eines Malers posiert die junge Lulu für ein Portrait. Der Chefredakteur Dr. Schön, der Lulu als Kind von der Straße aufgelesen hat, hat ihre Ehe mit dem alten Medizinalrat Goll arrangiert. Sein Sohn Alwa, ein junger Komponist, holt ihn vom Atelier zur Generalprobe seines neuen Stückes ab. Kaum ist der Maler mit Lulu allein, beginnt ein erotisches Verfolgungsspiel der beiden. Lulus Ehemann, der plötzlich zurückkommt, erleidet aus Eifersucht einen Herzinfarkt und stirbt. – Lulu hat den Maler geheiratet, der mit ihrem Bild zum Star geworden ist. Dr. Schön berichtet von seiner bevorstehenden Hochzeit und fordert von Lulu, den Kontakt zu ihm abzubrechen. Den Maler mahnt Schön an seine Verantwortung Lulu gegenüber und klärt ihn über ihre Vergangenheit und ihre sexuelle Freizügigkeit auf. Völlig schockiert begeht der Maler daraufhin Selbstmord. – Dr. Schön hat Lulu ein Engagement als Tänzerin verschafft, damit sie einen neuen Ehemann findet. In der Vorstellung eines Stückes, dessen Musik Alwa komponiert hat, entdeckt sie Schön neben seiner Verlobten in einer Loge und wird ohnmächtig. In der Garderobe fordert der wütende Dr. Schön sie auf, weiter zu tanzen. Lulu dreht den Spieß um und zwingt Schön, seiner Braut einen Abschiedsbrief zu schreiben.
    2. Akt Lulu ist nun die Ehefrau Schöns. Der beobachtet misstrauisch, wie Lulu von der lesbischen Gräfin Geschwitz umschwärmt wird. Als Schön das Haus verlässt, stellen sich neben dem dubiosen Greis Schigolch ein Gymnasiast, ein Athlet und Alwa ein, der seit langen in Lulu verliebt ist. Schön findet das Haus voller Liebhaber seiner Frau vor und will sie zwingen, sich das Leben zu nehmen. Doch Lulu schießt stattdessen auf Dr. Schön. Auch dieser Ehemann stirbt. Lulu wird verhaftet. – Unter Einsatz ihres eigenen Lebens und ihres Vermögens hat Gräfin Geschwitz Lulu zur Flucht aus dem Gefängnis verholfen. Der Athlet soll Lulu heiraten und mit ihr ins Ausland gehen. Doch der Athlet steigt aus dem Plan aus. Alwa flüchtet mit ihr.

  • Künstlerisches Team

    Musik Alban Berg Text Frank Wedekind, nach den Tragödien Erdgeist und Die Büchse der Pandora Konzept, Regie Marlene Monteiro Freitas
    Musikalische Leitung Maxime Pascal Orchester ORF Radio-Symphonieorchester Wien Mit Vera-Lotte Boecker (Lulu), Bo Skovhus (Dr. Schön), Edgaras Montvidas (Alwa), Cameron Becker (Maler) Anne-Sofie von Otter (Gräfin Geschwitz), Kurt Rydl (Schigolch), Katrin Wundsam (Garderobiere / Gymnasiast), Martin Summer (Tierbändiger, Athlet), Paul Kaufmann (Prinz, Kammerdiener) sowie Tänzer:innen und Akrobat:innen Licht Yannick Fouassier Bühne Yannick Fouassier, Marlene Monteiro Freitas Dramaturgie Armin Kerber Research João Figueira Musikalische Assistenz Cláudio Silva Choreografische Assistenz Andreas Merk, Hsin-Yi Hsiang Produktionsleitung Joana Costa Santos, Soraia Gonçalves

  • Produktion

    Ein Auftragswerk von Wiener Festwochen Produktion Wiener Festwochen, MusikTheater an der Wien In Zusammenarbeit mit P.OR.K (Lissabon) Residency Estúdios Victor Córdon (Lissabon), O Espaço do Tempo (Montemor-o-Novo), CN D Centre national de la danse (Pantin), Fabbrica del Vapore (Mailand)

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