Festwochen Commission Neuinszenierung
Marlene Monteiro Freitas, Alban Berg, Maxime Pascal, ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Lulu
nach den Tragödien ERDGEIST und DIE BÜCHSE DER PANDORA von Frank Wedekind
Oper
Preise 48 / 68 / 89 / 99 / 126 / 148 Euro / Einführungsmatinee: 5 Euro
Sprache Deutsch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer ca. 2 Std., 45 Min., inkl. 1 Pause
Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit
Termine
27. Mai
Samstag
Zeit 19 Uhr
 
29. Mai
Montag
Zeit 19 Uhr
 
31. Mai
Mittwoch
Zeit 19 Uhr
 
2. Juni
Freitag
Zeit 19 Uhr
 
4. Juni
Sonntag
Zeit 19 Uhr
 
6. Juni
Dienstag
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27. Mai
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Zeit 19 Uhr
 
© Monika Rittershaus
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© Monika Rittershaus
© Monika Rittershaus
© Monika Rittershaus
© Gerhard Richter 2022 (02082022)

Angekündigt als „das wahre Tier, das wilde, schöne Tier“, erfährt Frank Wedekinds Lulu Aufstieg, Freiheit und Fall entlang reicher, zahlender Männer. 1937 kam mit Alban Bergs unvollendeter Lulu die erste nach der Zwölftontechnik komponierte Oper zur Uraufführung. 2023 wird sie, um Teile der Lulu-­Suite ergänzt, von Marlene Monteiro Freitas inszeniert. Von den Wiener Festwochen zu ihrer ersten Opernregie eingeladen, arbeitet die Choreografin mit einem Ensemble aus Sänger:innen, Tänzer:innen und Akrobat:innen zusammen und platziert den Dirigenten Maxime Pascal als Schiedsrichter vor das auf einer Stadiontribüne sitzende ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Hier überschlagen sich die Bilder – die kontrastreiche Partitur, die Extravaganz der Geschichte und die facettenreiche Identität der Lulu finden in der Ausnahmekünstlerin Freitas eine inspirierte und inspirierende Komplizin.

Handlung

1. Akt Im Atelier eines Malers posiert die junge Lulu für ein Portrait. Der Chefredakteur Dr. Schön, der Lulu als Kind von der Straße aufgelesen hat, hat ihre Ehe mit dem alten Medizinalrat Goll arrangiert. Sein Sohn Alwa, ein junger Komponist, holt ihn vom Atelier zur Generalprobe seines neuen Stückes ab. Kaum ist der Maler mit Lulu allein, beginnt ein erotisches Verfolgungsspiel der beiden. Lulus Ehemann, der plötzlich zurückkommt, erleidet aus Eifersucht einen Herzinfarkt und stirbt. – Lulu hat den Maler geheiratet, der mit ihrem Bild zum Star geworden ist. Dr. Schön berichtet von seiner bevorstehenden Hochzeit und fordert von Lulu, den Kontakt zu ihm abzubrechen. Den Maler mahnt Schön an seine Verantwortung Lulu gegenüber und klärt ihn über ihre Vergangenheit und ihre sexuelle Freizügigkeit auf. Völlig schockiert begeht der Maler daraufhin Selbstmord. – Dr. Schön hat Lulu ein Engagement als Tänzerin verschafft, damit sie einen neuen Ehemann findet. In der Vorstellung eines Stückes, dessen Musik Alwa komponiert hat, entdeckt sie Schön neben seiner Verlobten in einer Loge und wird ohnmächtig. In der Garderobe fordert der wütende Dr. Schön sie auf, weiter zu tanzen. Lulu dreht den Spieß um und zwingt Schön, seiner Braut einen Abschiedsbrief zu schreiben.
2. Akt Lulu ist nun die Ehefrau Schöns. Der beobachtet misstrauisch, wie Lulu von der lesbischen Gräfin Geschwitz umschwärmt wird. Als Schön das Haus verlässt, stellen sich neben dem dubiosen Greis Schigolch ein Gymnasiast, ein Athlet und Alwa ein, der seit langem in Lulu verliebt ist. Schön findet das Haus voller Liebhaber seiner Frau vor und will sie zwingen, sich das Leben zu nehmen. Doch Lulu schießt stattdessen auf Dr. Schön. Auch dieser Ehemann stirbt. Lulu wird verhaftet. – Unter Einsatz ihres eigenen Lebens und ihres Vermögens hat Gräfin Geschwitz Lulu zur Flucht aus dem Gefängnis verholfen. Der Athlet soll Lulu heiraten und mit ihr ins Ausland gehen. Doch der Athlet steigt aus dem Plan aus. Alwa flüchtet mit ihr.

Künstlerisches Team

Musik Alban Berg Text Frank Wedekind, nach den Tragödien Erdgeist und Die Büchse der Pandora Regie, Choreografie, Kostüme Marlene Monteiro Freitas Musikalische Leitung Maxime Pascal Orchester ORF Radio-Symphonieorchester Wien Mit Vera-Lotte Boecker (Lulu), Bo Skovhus (Dr. Schön), Edgaras Montvidas (Alwa), Cameron Becker (Maler) Anne-Sofie von Otter (Gräfin Geschwitz), Kurt Rydl (Schigolch), Katrin Wundsam (Garderobiere / Gymnasiast), Martin Summer (Tierbändiger, Athlet), Paul Kaufmann (Prinz, Kammerdiener) Andreas Jankowitsch (Theaterdirektor), Franz Tscherne (Medizinalrat) und Francisco Rolo, Henri “Cookie” Lesguillier, Ina Wojdyła, Joãozinho da Costa, Kyle Scheurich, Nina Van der Pyl, Rui Paixão, Tomás Moital Licht Yannick Fouassier Bühne Yannick Fouassier, Marlene Monteiro Freitas Mitarbeit Regie, Choreografie, Kostüme Andreas Merk, Hsin-Yi Hsiang Requisiten Miguel Figueira Dramaturgie Armin Kerber Research João Figueira Musikalische Mitarbeit Cláudio Silva Produktionsleitung Joana Costa Santos, Soraia Gonçalves

Produktion

Produktion Wiener Festwochen, MusikTheater an der Wien
In Zusammenarbeit mit P.OR.K (Lissabon) Residency Estúdios Victor Córdon (Lissabon), O Espaço do Tempo (Montemor-o-Novo), CN D Centre national de la danse (Pantin), Fabbrica del Vapore (Mailand) Aufführungsrechte Universal Edition

Premiere Mai 2023, Wiener Festwochen

Vergangene Projekte von Marlene Monteiro Freitas

Wiener Festwochen 2014 Guintche
Wiener Festwochen 2016 de marfim e carne – as estátuas também sofrem
Wiener Festwochen 2019 Prelúdio para uma Purga
Wiener Festwochen 2020 Mal – Embriaguez Divina
Wiener Festwochen 2021 Pierrot lunaire
Wiener Festwochen 2022 idiota

Ein gemeinsames Projekt von

Wiener Festwochen und MusikTheater an der Wien

Altersempfehlung

ab 14

Einführungsmatinee

14. Mai, 11 Uhr
Preis
5 Euro

Publikumsgespräch

31. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

Werkeinführung

vor jeder Vorstellung, 18.30 Uhr

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