Lina Majdalanie & Rabih Mroué
Biografie
Lina Majdalanie und Rabih Mroué, geboren in Beirut und wohnhaft in Berlin, arbeiten seit 1990 gemeinsam als Theaterregisseur:innen, Darsteller:innen und Dramatiker:innen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Frage, wie Gesellschaften und Individuen mit Wahrheit, Zeug:innenschaft und den Ideologien umgehen, die politische und soziale Realitäten prägen, insbesondere in Kontexten von Konflikten, Krieg und umstrittener Geschichte. Majdalanie und Mroué stellen häufig dokumentarisches Material Performance-, Video- oder szenischen Elementen gegenüber, um die Wahrnehmung des Publikums hinsichtlich dessen zu hinterfragen, was faktisch ist, was als Zeugnis gilt und wie Narrative der Wahrheit konstruiert oder manipuliert werden.Beide waren Stipendiaten am Internationalen Forschungszentrum: Interweaving Performance Cultures an der FU Berlin. Sowohl gemeinsam als auch einzeln haben sie zahlreiche Veranstaltungen kuratiert, an Universitäten weltweit gelehrt und mehrere internationale Auszeichnungen erhalten; kürzlich wurde ihnen der Theater Berlin-Preis 2026 verliehen.Zu ihren Werken gehören: Four Walls and a Roof (2024), Hartaqāt (2023), Second Look (Videoserie, 2020), Sunny Sunday (2020), Borborygmus (2019), Do I Know You? (2017), 33 rpm and a Few Seconds (2012), Photo-Romance (2009), Appendice (2007), I Had a Dream, Mom (Video, 2006), Biokhraphia (2002) und andere.