Julia Grillmayr, Tanja Traxler, Kalifornia Kurt
Last Time, This Time, Next Time LAB
Diskurs
Dauer: 14 bis 20 Uhr
Termin
12. Sep
Samstag
Zeit: 14 Uhr
 
© pixabay
  • Teilnahme

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Die andauernde ökologische Krise, die aktuelle Pandemie sowie die gegenwärtigen Proteste gegen sozio-ökonomisch, rassistisch und politisch motivierte Ungerechtigkeit hinterfragen Vorstellungen von Fortschritt, Be- und Entschleunigung, Simultanität, und wie wir Zeit im Allgemeinen wahrnehmen. Immer wichtiger wird es, für ein neues Verständnis unserer aktuellen Situation gleichzeitig verschiedene Zeitlichkeiten – menschliche, wie nicht-menschliche – zu betrachten. Der Workshop bietet philosophischen, literarischen und wissenschaftlichen Input und über das Erstellen von Tape-Loops auch einen praktischen Zugang, der uns erlaubt, gemeinsam zu reflektieren. Leben wir in einer Zeit einschneidender Ereignisse oder in einem tiefenzeitlichen Loop? Welche Begriffe und Ideen helfen, unsere Zeitlichkeiten zu überdenken? Wie können wir verschiedene menschliche und mehr-als-menschliche Temporalitäten erproben?

Last Time, This Time, Next Time LAB beginnt mit der Keynote Lecture Latenzen, Umschlagspunkte, Katastrophen. Zeiterfahrungen im Anthropozän von Eva Horn, Leiterin des Anthropocene Network Vienna. Im Anschluss übernimmt die Wissenschafterin und Journalistin Julia Grillmayr die Leitung des Workshops und setzt die tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema gemeinsam mit der Physikerin und Wissenschaftsredakteurin Tanja Traxler fort. Unter dem Titel Haunting ourselves: Der Loop als Denkfigur des Anthropozäns leitet der in Wien lebende Musiker Kalifornia Kurt den praktischen Teil des Nachmittags ein. In seinem Tape-Workshop werden die Teilnehmer*innen selbst aktiv; sie bauen ihre eigenen Kassetten-Loops und nehmen mit analogen Aufnahmegeräten im USUS am Wasser auf.

LAB kuratiert, eröffnet, begleitet und reflektiert von Julia Grillmayr, mit einem diskursiven Impuls-Beitrag von Tanja Traxler, Tape-Workshop Kalifornia Kurt

Julia Grillmayr, geboren 1987, forscht in Wien und Linz, ist Wissenschafterin, Journalistin, Radio-Macherin und Step-Tänzerin. Sie dissertierte in Vergleichender Literaturwissenschaft an der Universität Wien und arbeitet aktuell an dem Post Doc Projekt Science Fiction, Fact & Forecast an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz.

Tanja Traxler, geboren 1985, studierte Physik und Philosophie an der Universität Wien und der University of California/Santa Cruz. Seit 2015 ist sie Wissenschaftsredakteurin bei Der Standard. 2018 wurde sie mit dem Österreichischen Staats- und Förderungspreis für Wissenschaftspublizistik ausgezeichnet.

Kalifornia Kurt, geboren 1983, ist Musiker und Medienkünstler; er lebt in Wien.

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