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© DTS Kino der Republik
Film

Kino der Republik

Frei
24. Mai
So. 
19 Uhr
29. Mai
Fr. 
19 Uhr
31. Mai
So. 
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5. Juni
Fr. 
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7. Juni
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12. Juni
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14. Juni
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19. Juni
Fr. 
19 Uhr

Zum 75. Jubiläum der Wiener Fest­wochen laden wir zu einer beson­deren filmischen Reise durch die letzten Jahrzehnte ein: Das Kino der Republik im Laderaum des Ba­deschiffs zeigt jeweils freitags und sonntags ausgewählte Filmaus­schnitte, Archivaufnahmen und dokumentarisches Material zu ikonischen Produktionen, die den Mythos der Festwochen geprägt haben – wie Schutz vor der Zukunft (Christoph Marthaler), Wir Hunde (Signa), Bitte liebt Österreich! (Christoph Schlingensief) oder das Falco­-Eröffnungskonzert 1985. Bei ausgewählten Screenings gibt es außerdem Gespräche mit Beteilig­ten, Zeitzeug:innen und Expert:in­nen – ein lebendiges Archiv der künstlerischen Vielfalt und prägen­den Momente aus 75 Jahren Wiener Festwochen!

  • 24.5. – GIRLS & GODS + Gespräch


    Zum ersten Veranstaltungstermin überlässt das Kino der Republik den Kooperationspartner:innen vom Stadtkino und Inna Shevchenko die Bühne. Es erwartet euch:


    GIRLS & GODS mit anschließendem Gespräch mit Protagonistin und Aktivistin Inna Shevchenko
    In Kooperation mit den Wiener Festwochen im Rahmen der Filmreihe: Thank Goddess!


    Können Feminismus und Religion koexistieren? Girls & Gods ist eine furchtlose Reise, angeführt von Inna Shevchenko, der Autorin und Initiatorin des Projekts, um genau diese Frage zu beantworten. Shevchenko, die einst als Anführerin der Oben-ohne-Proteste von FEMEN gegen patriarchale Machtstrukturen bekannt wurde, tauscht nun Protest gegen Dialog, indem sie Priesterinnen, Imaminnen, Rabbinerinnen, Theologinnen und andere Aktivistinnen zu offenen Gesprächen einlädt.


    Tickets / Stadtkino im Künstlerhaus


  • 29.5. – Eröffnung 1985 mit Falco

    Die Eröffnung der Wiener Festwochen 1985 stand im Zeichen eines programmatischen Neubeginns und verstand sich bewusst als „Fest für alle“. […]

    Den feierlichen Höhepunkt bildete der Eröffnungsabend am Rathausplatz mit der Ansprache von Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, musikalisch gestaltet vom ORF-Symphonieorchester, […] und einer groß angelegten Festbeleuchtung. Zum Abschluss des Abends setzte der Live-Auftritt von Falco mit seiner Vienna All Star Rock and Roll Band ein bewusstes popkulturelles Signal. Der international erfolgreiche Künstler stand exemplarisch für die Öffnung der Wiener Festwochen gegenüber zeitgenössischen Ausdrucksformen und neuen Publikumsschichten ...
    (Programmbuch der Wiener Festwochen 1985)


    Jahr 1985 Sprache ohne


  • 31.5. – Schutz vor der Zukunft (Ausschnitte)

    Ein theatralisch-musikalisches Projekt

    In einem leer stehenden Gebäude des Otto-Wagner-Spitals, das heute „Jugendstiltheater“ heißt, wird Christoph Marthaler eine theatralisch-musikalische Recherche realisieren, die sich mit Ausgrenzung und Selektion beschäftigt – mit der Euthanasiepraxis der Nazis und der ideologischen Säuberung des Stalinismus als den beiden humanitätszerstörenden Selektionen des 20. Jahrhunderts. Es geht auch um Ausgrenzungen und Selektionen, die in der Zukunft noch stattfinden könnten, und um unsere Angst davor. In dem Maße, in dem nationale Grenzen an Bedeutung verlieren, werden neue Grenzen gezogen, die trennen, wer dazugehören darf und wer abgeschafft werden muss. Im Otto-Wagner-Spital wurden von Ende der 30er-Jahre bis über 1945 hinaus Kinder getötet. Der Flur, auf dem die dem Euthanasieparagraphen zum Opfer gefallenen Kinder lagen, hieß „Spiegelgrund“. Heute wird die Klinik zu einem großen Teil von Psychiatriepatienten bewohnt. Das Projekt wird mit Biografien früherer und heutiger Patienten umgehen. Ein wichtiger Teil der Aufführung werden die Präludien und Fugen von Dimitrij Schostakowitsch sein – gespielt von Markus Hinterhäuser –, die einen irritierenden Faden eingekapselter Emotionen durch den Raum spannen. Schostakowitsch hat diese Musik geschrieben, als er vor der Entscheidung stand, verbannt und umgebracht zu werden oder zu überleben.
    (Programmheft)


    Inszenierung Christoph Marthaler Jahr 2005 Sprache Deutsch


  • 5.6. – Wir Hunde

    »Ich bin als Mensch geboren, aber eigentlich bin ich Hund. Ich habe es immer gewusst. Die Menschen und die Hunde, die haben es geahnt, aber keiner hat es verstanden. Wie kann man so was verstehen, ein Hundemensch? Ich bin im Niemandsland aufgewachsen, ich dachte, nur ich bin so. Ich habe mich gehasst, bin bissig und scheu geworden. Kein Mensch und kein Hund kann so leben, allein. Um mich als Hund wahrgenommen zu fühlen, habe ich mich schlagen lassen, missbrauchen. Gelegenheiten gab es genug, aber letztendlich hat die Liebe mich gerettet. Ich wurde von meinen Menschen gefunden, Menschen, die Hundemenschen wie Hunde lieben können. Jetzt bin ich Teil der Familie, glücklich. Doch müssen wir uns immer verstellen, uns vor der Welt schämen. Wir können nicht einfach im Park oder auf den Straßen gehen. Es gibt viele Familien so wie unsere, Familien mit Hundemenschen wie mir. Wir haben uns gefunden, und wir wollen nicht mehr schweigen und im Verborgenen leben. Wir wollen erzählen und bellen und sichtbar werden. Wir wollen Freundschaftsfamilien, wir wollen raus.«
    In der ersten Wiener Arbeit des Performerduos SIGNA bevölkert eine Gemeinschaft von Trans-Species das Gebäude der Faßziehergasse 5A. Nach einem mehrmonatigen Arbeitsprozess mit einer Gruppe von internationalen und Wiener Performern öffnet SIGNA diese tierische Parallelwelt für Erkundungsgänge. (Programmbuch)


    Inszenierung SIGNA | Signa und Arthur Köstler Jahr 2016 Sprache Deutsch


  • 7.6. – Performeum

    Auf dem ehemaligen ÖBB-Gelände, den sogenannten Gösserhallen, öffnet ein temporäres Museum für performative Künste seine Pforten: das Performeum. Das Performeum ist Festivalzentrum, Heimathafen für die Akademie des Verlernens inklusive des aufblasbaren Hamam, Ausstellungshalle, Treffpunkt, operatives Kunst-Happening und das heimliche Herzstück des Festivals.

    Im Performeum verschmelzen Live Arts, Performance Arts, Visual Arts, Diskurs, Tanz und Musik zu einem multikuratierten Kaleidoskop zeitgenössischer Kunstproduktion. Statt einer großen Narration mit universellem Anspruch setzt das Performeum künstlerisch-aktivistische Positionen miteinander in Dialog, anstatt sie zu filtern oder durch Zuspitzung zu beschneiden.

    Vier unterschiedliche Kurator*innen haben Künstler*innen mit verschiedenen Positionen aus der ganzen Welt eingeladen und machen den 10. Bezirk zum Zentrum zeitgenössischer Kunstproduktion. documenta 14 Curator at large Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und Co-Kuratorin Pauline Doutreluingne präsentieren mit The Conundrum of Imagination eine performative Ausstellung, die in Teilen auch im Leopold Museum zu sehen ist. Die deutsch-ghanaische Künstlerin Zohra Opoku präsentiert marginalisierte Künstlerinnen vom afrikanischen Kontinent. Der New Yorker Kurator Ben Pryor hat mit dem jährlichen Festival American Realness eine Plattform für queere Kunstproduktion geschaffen und wird das Performeum mit seinem House of Realness eröffnen.

    Für fünf Wochen schlüpfen die Wiener Festwochen in die Rolle des Gastgebers für alle Wiener*innen und laden in den 10. Bezirk, wo stadtpolitische und künstlerische Umbrüche sichtbar und die Grenzen zwischen Peripherie und Zentrum verwischt werden.


    Jahr 2017 Sprache Deutsch
    Gespräch im Anschluss. Teilnehmer:innen tbc.


  • 12.6. – Bitte liebt Österreich!

    Im Rahmen der Wiener-Festwochen-Aktion »Bitte liebt Österreich!« ließ Christoph Schlingensief neben der Staatsoper ein Containerdorf errichten, das von zwölf AsylantInnen bezogen wurde. Frei nach dem BIG-BROTHER-TV-Format konnte täglich abgestimmt werden, wer den Container – und damit das Land – verlassen muss. Schlingensiefs »Einladung« an die Bevölkerung, »an einem öffentlichen Prozess der Abschiebung teilzuhaben«, führte zu hitzigen Debatten, handfesten Attacken bis hin zu versuchten Brandanschlägen. Paul Poet begleitet in seinem Dokumentarfilm das Geschehen und stützt sich auf fast 100 Stunden Originalmaterial.


    Film AUSLÄNDER RAUS! SCHLINGENSIEFS CONTAINER von Paul Poet
    Jahr
    2000 Sprache deutsche OF Länge 90 Min
    Gespräch im Anschluss mit Paul Poet


    Regie Paul Poet Buch Paul Poet Kamera Robert Winkler, Mario Sternisa Mit Luc Bondy, Daniel Cohn-Bendit, Einstürzende Neubauten, Sven Gächter, Familie Garzaner, Katharina Gruber, Gregor Gysi, Elfriede Jelinek, Helene Partik-Pablé, Peter Sloterdijk, Armin Thurnher u. v. a.


  • 14.6. – Heidi Hoh 3

    Die Interessen der Firma können nicht die Interessen sein, die Heidi Hoh hat


    Als „vollautomatisierte Kundendienstlerin“ surft René Polleschs Serienfigur Heidi Hoh mit ihren Freundinnen durch die schöne, neue Welt des Turbokapitalismus – auf der Suche nach Glück und Erfolg. Die Nerven liegen blank, die Sätze laufen Amok. Das hysterische Geschnatter aus dem Privat- und Berufsleben der leidenden Angestellten ist eine explosive Mischung. In ungewohnt schrillem Gewand gibt sich auf der Bühne der new economy ein totgeglaubter, alter Bekannter wieder die Ehre: der Klassenkampf. Polleschs, von Publikum und Kritik gefeierten, Radikal-Soaps haben den herrschenden Verhältnissen ihre verrückte „Melodie“ aus den Kommunikationsritualen der (Anti-)Helden der Globalisierung „abgelauscht“ und eröffnen in wahnsinnigem Tempo einen kunstvollen „Erlebnisraum“ multipler Patchwork-Egos, die ihre Sucht nach hippen Markeln und Hyperlinks mit der Suche nach sich selbst verwechseln.
    (Programmbuch)


    Inszenierung René Pollesch Jahr 2003
    Aufführungsrechte Rowohlt Theater Verlag, Hamburg
    Dank an Künstler*innenhaus Mousonturm, Frankfurt


  • 19.6. – SANG SATTAWAT

    SYNDROMES AND A CENTURY

    Vielleicht hat kein asiatischer Regisseur so einfühlsam – und so geheimnisvoll – den Zauber des Alltags eingefangen und die andauernde Vitalität magischer und spiritueller Präsenz in jenem täglichen Leben in Bilder umgesetzt wie der junge thailändische Regisseur Apichatpong Weerasethakul. In seinem vorherigen Film Tropical Malady,der 2004 den Jury-Preis des Film Festivals von Cannes gewann, bewies er ein genaues Verständnis für die fast musikalischen Rhythmen des Film- und Geschichtenerzählenssowie für Magie als einer Realität im Kino. Sein neuester Film Syndromes and a Centuryist kaum weniger geheimnisvoll und bezaubernd und nicht weniger musikalisch, dieses Mal aber erkundet Weerasethakul feinfühlig die Erinnerung und deren Magie: wie wir uns erinnern und er sich an seine Eltern.

    Sang Sattawat ist ein Film in zwei Teilen, die sich manchmal auf faszinierende Weisespiegeln. Die Rollen der beiden Hauptdarsteller sind nach den Eltern des Filmemachers konzipiert, die Ärzte waren; und der erste Teil – sanft und näher an der Natur –beschäftigt sich mit der Mutter und der Welt, in die er geboren wurde. Der zweite Teil erkundet einen ganz anderen Aufbau und ist dem Leben seines Vaters in einer klinischeren, modernen Umgebung nachempfunden. Der Film steht konventionellem Geschichtenerzählen näher als frühere Filme, und trotzdem ist Sang Sattawat auch ein Film über Augenblicke, bestehend aus eindrucksvollen, leuchtenden Bildern und einem Fries merkwürdiger Charaktere: ein singender Zahnarzt, ein Orchideen Experte, ein Produzent künstlicher Körperglieder.


    Apichatpong Weerasethakuls Film wurde im Rahmen des New Crowned Hope Festivals der Wiener Festwochen gezeigt und produziert.


    Inszenierung Apichatpong Weerasethakul Jahr 2006 Sprache OFmengU


    Kamera Sayombhu Mukdeeprom Schnitt Lee Chatametikool Ton Koichi Shimizu, Akritchalerm Kalayanamitr Ausstattung Akekarat Homlaor Darsteller Nantarat Sawaddikul, Jaruchai Iamaram, Sophon Pukanok, Jenjira Pongpas, Arkanae Cherkam


Hinweise
NOCH MEHR KINO DER REPUBLIK

Das Stadtkino Wien präsentiert im Festival­zeitraum die Filmreihe Thank Goddess!.
Außerdem gibt es am 21. Juni – zum Finale der Republic of Gods – ein Special Screening der neuen ORF­-Doku 75 Jahre Wiener Festwochen - Schönheit und Provokation im Stadtkino.

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