Unerwünschte Wahrheiten und Warnungen verhallten ungehört, nun aber verstummen Gesellschaften beinahe ohnmächtig angesichts der Bilder von verdorrten Landschaften, ausgelöschten Städten und den multiplen Krisen der Gegenwart. Gegen diese Bilder des Schreckens und des Krieges begehrte die antike Prophetin Kassandra auf. Es war ihr Schicksal, Unheil vorherzusehen, mit ihren Warnungen jedoch ungehört zu bleiben. Wer sind die Kassandras von heute? Welche Antworten finden die marginalisierten, verletzlichen und oft ignorierten Stimmen der Gesellschaft auf die drängendsten Fragen unserer Zeit? Was fordern sie mit Blick auf die Zukunft? Die polnische Regisseurin und Autorin Marta Górnicka ist durch ihre einzigartig kraftvollen Sprechchöre berühmt geworden. Für ihre neueste Arbeit bringt sie eine Gruppe von Menschen verschiedener Generationen, Sprachen, Erfahrungen, mit und ohne Behinderung, zu einem Chor von Kassandras zusammen – ein Chor, der das Unerhörte ausspricht.
Konzept, Regie Marta Górnicka Mit 24 Kassandras Libretto Marta Górnicka & Ensemble Musik Marta Górnicka, Wojciech Frycz Bühne Mirek Kaczmarek Kostüm Pola Kardum Choreografie Evelin Facchini Dramaturgie Endre Malcolm Holéczy, Anja Nioduschewski Dramaturgische Mitarbeit Olga Byrska, Maria Rößler Künstlerische Mitarbeit Filip Piotr Rutkowski
Weltpremiere 18. April 2026, Maxim Gorki Theater (Berlin)
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds (Deutschland)
Produktion Maxim Gorki Theater