Die Video-Installation Heilige Tränen bringt alte ägyptische Mythologie mit dem urbanen Raum in Verbindung und imaginiert das Badeschiff als den Leib einer neuen Gottheit. Reza Shirvan hinterfragt darin grundlegende Dualismen, wie Ost und West, weiblich und männlich, links und rechts sowie die Augen von Ra und Horus. Diese Einteilungen erscheinen hier nicht als stabile Gegensätze, sondern als fragile Konstruktionen, die sich verschieben, überlagern und auflösen lassen. Indem dokumentarische Aufnahmen der Augen der Besucher:innen die Augen von Ra und Horus ersetzen, entsteht eine kollektive Figur zwischen Mythos und Realität. Wer eintritt, wird selbst Teil dieser neuen Gottheit, eines gemeinschaftlichen Körpers, in dem sich individuelle Blicke, Erfahrungen und Erinnerungen bündeln und als gemeinsame Katharsis in Form von Tränen in die Donau fließen. Diese Tränen verkörpern Verletzlichkeit und Erinnerung; sie fließen so heilig wie der Lauf der Donau, die sich von Deutschland bis in die Ukraine erstreckt und in diesem flüssigen Kollektiv Schmerz, Mythos und Hoffnung vereint.
#festwochen2026 #freierepublikwien
Danke für Ihre Anmeldung!
In wenigen Minuten erhalten Sie eine Email zur Bestätigung, um Ihre Anmeldung abzuschließen.
Sorry, ein Fehler ist aufgetreten!
Aufgrund technischer Probleme konnte der aktuelle Vorgang nicht beendet werden!
Bitte versuchen Sie es in Kürze noch einmal.
Bitte folgende Daten überprüfen:
...
Sie sind bereits für den Newsletter der Wiener Festwochen angemeldet.