Faustin Linyekula

© Francis Vanhee

Biografie

Faustin Linyekula, geboren 1974, ist ein kongolesischer Tänzer, Choreograf und Regisseur. Seine Arbeit befasst sich mit den Folgen von Kolonialismus und Imperialismus, von Krieg, Terror und dem Zusammenbruch der Wirtschaft in seinem Herkunftsland. Nach seinem Studium der Literatur und des Theaters in Kisangani gründete Linyekula in Kenia die erste zeitenössische Tanzkompanie des Landes. 2001 kehrte er in die von vielen blutigen Konflikten gespaltene demokratische Republik Kongo zurück und gründete in Kinshasa die Studios Kabako, einen Ort für Produktion und Recherche für darstellende Kunst, Musik und Film. Seit 2006 ist die Kompanie in Kisangani beheimatet. Studios Kabako unterstützen und begleiten zudem junge kongolesische Künstler*innen mit Trainings, Workshops, Produktionen und Gastspielen sowie junge Menschen mit Community-Aktionen in den Bereichen Kultur, Bildung und Trinkwasser. Linyekula hat mit seinen Studios Kabako zahlreiche Produktionen erarbeitet, die weltweit gezeigt und mehrfach ausgezeichnet wurden, sowie eine Reihe von Werken für Museen entwickelt. 2007 gewann er den Hauptpreis des Prinz Claus Fonds für Kultur und Entwicklung. Für sein Engagement für Kisangani und Lubunga erhielt Faustin Linyekula 2014 den Preis der Curry Stone Foundation. Seit September 2018 ist er Artiste Associé der Manège de Reims, 2019 war er gemeinsam mit William Kentridge Associate Artist des Holland Festivals. Seine jüngsten Produktionen sind not another diva…, eine Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Künstler Hlengiwe Lushaba und congo, basierend auf einem Text von Eric Vuillard. More more more … future war 2010 bei den Wiener Festwochen zu Gast.

Produktionen und
Veranstaltungen von
Faustin Linyekula
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