Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020. Please take note of the new date! No Man II will be on show in the Kärntnertorpassage from 2 June to 30 September 2020.
Ho Tzu Nyen
NO MAN II
Visual Arts
Dates
16. May
Saturday
Time: Opening 6pm
 
02. Jun
Tuesday
30. Sep
Wednesday
Time: 0am - midnight
 
© Ho Tzu Nyen courtesy of the Artist and Edouard Malingue Gallery and Galerie Michael Janssen

    The installations by Singaporean video artist and theatre director Ho Tzu Nyen are visually stunning works permeated with numerous cultural references. Ho’s central theme is the pursuit of South-east Asia’s cultural identities, overwritten by such a multitude of influences that it is almost impossible to reduce it down to one fundamental historical core. ‘No man is an island, entire of itself’. The title of this video installation references lines written by the English poet John Donne in 1624.
    No Man II brings together 50 different figures, all digitally created from online sources. They form an unruly gathering of uncertain origin, a ghostly choir, and range from humans to animals, hybrids and cyborgs. They are animated by movements of an ambiguous nature, from innocuous human behaviour to the stuttering advance of zombies. They might be a small sampling of humanity’s figurative imagination across history. They might be ‘us’. They might be ‘us’ after ‘us’ when humankind is going through various mutations. This moving choreography of digital bodies finds an unexpected echo when placed in the urban space, interacting with the movements of passers-by walking through the underpass of the Karlsplatz U-Bahn station.

    • Artistic Team

      Direction, Compositing Ho Tzu Nyen Text Adaptation from John Donne, Meditation XVII – Devotions Upon Emergent Occasions With music by Vindicatrix Soloists Vindicatrix, New Noveta (Ellen Freed, Keira Fox), Chorus Craig Boorman Chorus (Simon Cleary, Morag Keil, Georgie Nettell, Armin Suljic, Gili Tal Cory, a. o.) 3D Animation Mimic Production Additional Compositing Kin Chui Rendering Vividthree Production Sound Mix Jeffrey Yue, Lee Yew Jin Co-Design Installation, Production management ARTFACTORY

      Courtesy the artist, Edouard Malingue Gallery and Galerie Michael Janssen

    • Detaillierte Werkbeschreibung

      NOMAN IIist eine Videoinstallation des aus Singapur stammenden Künstlers Ho Tzu Nyen. Sie wird auf einen, an einem öffentlichen Ort errichteten, Zweiweg-Spiegel projiziert und zeigt eine sich immer verändernde Gruppe digital erstellter Wesen, die polyphon das Prosagedicht„Meditation XVII – Devotions Upon Emergent Occasions”von dem „metaphysischen“ englischen Dichter John Donne aus dem17. Jahrhundert wiedergeben.

      Donnes Meditation beginnt mit einer eindrücklichen Beschreibung unserer Verbundenheit: „Keiner ist eine Insel, ganz für sich allein; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinents, ein Teil des Ganzen.“ Doch das Gedicht endet in einem melancholischeren Ton: „Jedermanns Tod macht mich geringer, denn ich bin verstrickt in das Schicksal aller, und darum verlange nie zu wissen, wem die Stunde schlägt; sie schlägt für dich“. Wem die Stunde schlägt, dem kündigt sie den Tod an, doch wir könnten dies auch als einen Ruf nach Gerechtigkeit interpretieren. So wie der Tod einer einzigen Person macht auch Ungerechtigkeit gegenüber einem einzelnen Menschen uns alle geringer, beeinträchtigt den Zusammenhalt unseres„Netzwerks“.

      Die Musik zu NO MAN IIstammt vom britischen Sänger und Musiker David Aird, alias Vindicatrix. Sie besteht aus einer komplexen Verflechtung zahlreicherStimmen – inklusive seines eigenen, gut erkennbaren Baritons, aber auch jener des Performanceduos New Noveta und des Craig Boorman-Chors, die rhythmisch in die Phrasen einstimmen und auch wieder aus diesen aussteigen; die Stimmen pendeln zwischen gemeinsamem und individuellem Ausdruck hin und her.

      Die unterschiedlichen Figuren auf dem Bildschirm von NO MAN IIsind mit Charakterdesign-Software erstellte Modelle aus dem Internet, die für verschiedenste Zwecke von der Entwicklung von Spielen bis zu digitaler Pornographie verwendet werden. Die Figuren reichen von mythischen Archetypen wie z. B. dem Minotaurus über kulturelle Stereotypen und Symbole bis zu Figuren der Massenkultur aus jüngster Zeit wie Androiden, Cyborgs, Zombies und Mutanten. Diese Zusammenstellung der Figuren stellt als solche einen kleinen Querschnitt der bildlichen Vorstellungskraft der Menschen quer durch die Geschichte hinweg dar. Die Figuren von NO MAN II sind durch Bewegungen „animiert“, die in Motion Capture verfahren dargestellt und aufgezeichnet, und später über Online-Datenbanken zum Verkauf angeboten werden. Als solche sind sie ein Inventar an sowohl archetypischen als auch stereotypen Bewegungen, die von harmlosen menschlichen Verhaltensweisen wie„Herumstehen“ bis zu ikonischen Bewegungen reichen, die in das kollektive Unbewusste der Populärkultur eingingen wie Breakdance oder „Zombiebewegungen“, wie sie häufig in den Massenmedien des letzten Jahrzehnts zu sehen gewesen sind. Die Figuren sind durch und durch Hybride, zusammengesetzte Wesen mit komplexen und verschlungenen Ontologien, die aus einer Mischung von Mensch, Tier, Digitalem und der Vorstellungswelt entstanden. NOMAN II ist somit eine Ansammlung von Wesen, von denen jedes wiederum aus einer Verbindung heterogener Elemente besteht. Die Reflektionen des Publikums vor der Projektion überlappen sich manchmal mit der Ansammlung dieser nicht einordenbaren Spektralwesen, wenn sich diese in einer sich ständig verändernden Endlosschleife von über sechs Stunden bewegen und singen. Ihr Lied ist sowohl eine Ode an die Verbundenheit des Lebens und ein eindringliches, polyphones Flehen um Gerechtigkeit, das scheinbar nicht erhört werden kann, weil es unvereinbar mit unseren existierenden Vorstellungssystemen ist.

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