MAHKU, das Künstler:innen-Kollektiv vom Volk der Huni Kuin aus dem Amazonas, hat mit seinen großformatigen Wandgemälden internationalen Ruhm erlangt – u.a. bei der Biennale in Venedig.
Mit ihrer Arbeit werden koloniale, patriarchale, neoliberale Machtverhältnisse hinterfragt, der Mensch wird als Teilchen eines in Zeit und Raum kontinuierlichen Ganzen verstanden.
Die Aufforstung, die Bewaldung des Geistes ist eine der indigenen Forderungen an die westliche Welt: Es gilt, Träume, Beziehungen, Vergangenheit und Zukunft neu zu erfahren. Das ganzheitliche Verständnis des Seins, die ständige Belebung der Ursprungsmythen, die Auflösung der Zeitachse, die Verbindung zwischen allen bewegten und nichtbewegten Wesen im Hier und Dort, im Alltag und in der Spiritualität wird durch MAHKUs Kunst vermittelt.
So werden der Gründer und spirituelle Leiter von MAHKU, Ibã Sales Huni Kuin, und seine Partnerin, Kassia Borges Karajá, den Geist des Waldes Nixi Pae in dem zweitägigen Workshop mit den Teilnehmenden aufleben lassen – anhand der Huni Meka-Gesänge, der Kene Kuins und in vielen Gesprächen.
JETZT ANMELDEN
Bitte melde dich bis 3. Mai mit einigen Zeilen zur Motivation an, warum du an diesem Workshop teilnehmen möchtest. Welchen Bezug hast du zu indigenen Kulturen? Welche besonderen Erwartungen hast du an den Workshop? (max. 500 Zeichen). Eine Verständigung über die Teilnahme erfolgt bis 06. Mai.
MEHR INFOS
Die Huni Meka-Gesänge sind zentrales kulturelles und rituelles Erbe der Huni Kuin. Sie sind Träger von Wissen, Identität und spiritueller Praxis, dienen der Kommunikation mit Natur, Tieren und Heilpflanzen. Sie begleiten Zeremonien, Heilrituale und den gemeinschaftlichen Alltag und sind tief in der Kosmologie verankert. Die Huni Meka-Gesänge werden von den Schamanen gehütet und weitergegeben, in den heiligen Nixi Pae-Ritualen dienen sie der Kommunikation mit der spirituellen Welt. Es ist der Gesang, der den Himmel oben hält!
Kene Kuin – heilige Embleme der Huni Kuin-Identität
Die Kene Kuin sind komplexe geometrische Muster, die aus Naturformen abgeleitet werden. Sie spielen sowohl in Körperbemalungen als auch in Kunsthandwerk, Kleidung und Architektur eine zentrale Rolle. Sie repräsentieren spirituelle Konzepte, Naturkräfte und überlieferte Weisheiten. Sie sind die Domäne der Frauen, werden von ihnen in Visionen empfangen, damit die Kraft, die sie darstellen, auf die Frauen übertragen wird.