Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 kreist um die enge Verbindung zwischen klassischer Musik und Macht: Als Chopin seinen Marche funèbre (Trauermarsch) komponierte, hätte er wohl kaum ahnen können, dass er einmal bei den Beerdigungen ideologisch völlig gegensätzlicher Führer:innen gespielt werden würde – etwa der britischen Premierministerin Margaret Thatcher oder dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah. Ist es nicht die Musik selbst, die in solchen Momenten beerdigt wird: wenn sie ihrer Freiheit beraubt und für die Glorifizierung von Führer:innen instrumentalisiert wird? Mit unnachahmlicher Schärfe und feinem Humor sezieren Lina Majdalanie und Rabih Mroué das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik. Die aus Beirut stammenden, inzwischen in Berlin lebenden Künstler:innen, deren Werke weltweit gezeigt werden, entwickeln für die Republic of Gods ein genauso humorvolles wie politisch brisantes Volksstück.
Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien
Volksstück
Das Volksstück ist inzwischen ein genauso festes wie beliebtes Ritual in der Freien Republik Wien: Wanderstücke mit maximal zwei Schauspieler:innen und wenig Technik, die jedes Jahr von einer:einem anderen Künstler:in inszeniert und in Gemeindezentren, auf Fußballplätzen, Freilichtbühnen und an anderen spannenden Orten aufgeführt werden. Nach Die Rechnung von Tim Etchells (2024) und Ein gefräßiger Schatten von Mariano Pensotti (2025) folgt nun als gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 von Lina Majdalanie und Rabih Mroué. Volkstheater auf höchstem Niveau, Welttheater für alle.
Regie Lina Majdalanie, Rabih Mroué Mit Augustin Groz und Claudia Kottal Dramaturgie Julia Engelmayer
Produktion Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Volkstheater Wien
Weltpremiere Mai 2026, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Die Vorstellungen in Wien werden unterstützt von Institut Français d'Autriche.