Jean-Philippe Kindler, Malarina, Erin Markey, Maria Muhar, RaDeschnig, David Scheid, Stefanie Sourial, Toxische Pommes, Lea Blair Whitcher
Comish
Kabarett, Performance
Preis 20 Euro
Sprache Deutsch und Englisch
Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit
Termine
31. Mai
Mittwoch
Zeit 20 Uhr
 
7. Juni
Mittwoch
Zeit 20 Uhr
 
31. Mai
Mittwoch
Zeit 20 Uhr
 
7. Juni
Mittwoch
Zeit 20 Uhr
 
© Marlene Mautner
© Apollonia Theresa Bitzan
© Abiona Esther Ojo
© Muhassad Al Ani
© Vanja Pandurevic
© Fabian Stürtz
© Allison Michael Orenstein
© Ernesto Gelles
© Antonia Mayer / Felix Knoche
© Leni O.

Kühne Brandreden, komische Konferenzen, dramatische Analysen, intime Lieder, bittere Storys, Lyrik, Slapstick, Umbruch – was ist das „Kleine“ an der Kleinkunst? Ist eine Abgrenzung gegenüber der sogenannten Hochkultur heute überhaupt noch relevant? Die Veranstaltungsreihe COMISH widmet sich den Formaten Kabarett, Comedy und Stand-Up und untersucht dabei auch die Kunstform an sich: ihr seltsames Understatement trotz des Reichtums an Spielarten, ihre historisch wichtige gesellschaftspolitische Kraft und das kritische Potenzial des gemeinsamen Lachens. An drei Abenden lädt die Autorin und Kabarettistin Maria Muhar lokale und internationale Künstler:innen ein, die Showbühne gemeinsam zu bespielen. Mit ihren Auftritten, teils neu geschrieben, teils aus dem Repertoire, entsteht ein Querschnitt aktueller Stile, Themen, Techniken und die traditionell männlich dominierte Kunstform wird mit erfrischender Dringlichkeit neu positioniert.
Im besonderen Kabarett-Flair des Wiener Metropol in Hernals vereint COMISH das Profane, Politische und Poetische.

  • 24. Mai, 20 Uhr Stefanie Sourial, RaDeschnig, Erin Markey Sich spielen – Über komische Resonanzkörper

    Was passiert mit dem Witz, wenn ihm ein Lied folgt, sich Klänge und Melodien einmischen? Was suchen Instrumente auf der Kabarettbühne, und ist das Publikum auch eins?
    Musikalisch vielschichtig antwortet darauf das Duo RaDeschnig mit Evergreens aus seinem Repertoire sowie eigens für COMISH geschriebenen Nummern. Die bereits zweifach mit dem Österreichischen Kabarettpreis ausgezeichneten Kärntner Zwillingsschwestern interpretieren musikalisches Unterhaltungstheater schräg, klug, und überraschen immer.
    Egal ob bei queeren Comedyshows oder politischen Theaterperformances – die unverwechselbare Erzählkunst von Stefanie Sourial ist geprägt von leichtfüßigem Humor und expressivem Körpereinsatz, der oft an Pantomime und Slapstick erinnert. Für diesen Auftritt besinnt sich die vielseitige Bühnenkünstlerin auf ihre musikalischen Wurzeln zurück.
    Erin Markey ist „hilariously sociopathic“ (The New York Times) und präsentiert eine Reihe musikalischer Essays, die sich irgendwo zwischen Stand-up und einem Pitch für eine TV-Serie bewegen. Mit neu komponierten Songs, Traumlogik und dramatischen Soundtracks erkundet die neue Arbeit In the Most Shocking Presidential Election in the History of the United States of America, Erin Markey's Mother Emerges as First Lady eine originelle Alternative zum Ausgang der US-Wahl 2016 und die Irrwege familiärer Vertrautheit.

    Sprache Deutsch und Englisch

  • 31. Mai, 20 Uhr David Scheid, Malarina, Jean-Philippe Kindler WTF?! – Über das kritische Potenzial des gemeinsamen Lachens

    Bei einem Abend darüber, was Politsatire alles sein kann, darf Kabarett-Shooting-Star Malarina nicht fehlen. In ihrer mehrfach preisgekrönten Rolle der rechts-affinen Austro-Serbin gilt sie zweifelsohne als eine der lustigsten Beobachter:innen der österreichischen Politik. Für COMISH wird sie einige ihrer scharfzüngigsten Analysen auf die Attribute einfach immer noch gut oder leider immer noch aktuell abklopfen und diese um neu entwickelte Nummern erweitern.
    „Hip Hop darf lustig sein und Kabarett muss doper werden.“ Diplomatisch, aber bestimmt remixt und sabotiert David Scheid in seinem Schaffen die Codes von Sub- und Hochkultur. An den Turntables beehrt er das Metropol als DJ tagespolitischer Sample-Kunst und MC gegenwärtiger und privater Zustände.
    Und wie sieht es nebenan eigentlich aus? Mit seinem aktuellen Stand-up Programm Deutschland umtopfen will Jean-Philippe Kindler die Bundesrepublik von neoliberaler Staunässe befreien.
    Der deutschsprachige Meister im Poetry Slam „… ist ein Kämpfer für die Gerechtigkeit, der die Worte und die Sprache liebt. Und die lieben ihn zurück.“ (Jury Prix Pantheon, 2020)

    Sprache Deutsch

  • 7. Juni 20 Uhr Toxische Pommes, Maria Muhar & Gloria Amesbauer, Lea Blair Whitcher Ich bin eine andere – Über Kunstfiguren & Kunststücke im Patriarchat

    Welche Verheißungen und Realitäten beschreiben den Weg ins Scheinwerferlicht? Und welche subversive Kraft liegt dabei in der Schöpfung einer Kunstfigur, dem kühnen Wechseln zwischen Rollen? „Wenn Kabarett Kunst ist, dann ist das, was Satire-Accounts auf TikTok machen, auch Kunst.“ Mit ihren viralen Kurzvideos schafft es TikTok-Comedian Toxische Pommes in nur wenigen Sekunden Ungerechtigkeiten, Alltagsrassismus, Privilegien und Doppelmoral treffsicher zu entlarven. Neben einem kleinen Best-Of hat sie eigens für COMISH Videos maßgeschneidert, in denen sie gewohnt gekonnt in unterschiedliche Rollen schlüpft.
    Im überspannten Spagat zwischen privat und politisch widmet sich Kabarettistin Maria Muhar einer Dekonstruktion genreeigener Muster und Rituale. Im Zusammenspiel mit Musiker*in Gloria Amesbauer drischt sie kleinkünstlerische Phrasen bis ins Lyrische und zerlegt dabei ermüdende Rollenklischees auf und hinter den Unterhaltungsbühnen.
    „Humor funktioniert über das Scheitern. Wenn Männer scheitern, ist das tragisch. Wenn eine Mutter scheitert, wird es existenziell.“ Mit ihrer abgründig-humoristischen One-Woman-Show Mama Love spielt die Schweizerin Lea Whitcher mit der Absurdität von idealisierten und toxischen Mutterbildern und verstrickt sich ungebremst selbst in diesen.

    Sprache Deutsch und Englisch

    Kurzbio
    Gloria Amesbauer wurde 1990 in Wien geboren, lebt und arbeitet dort als elektronische*r Komponist*in und Musiker*in, Sänger*in und Bassist*in. Als GLAM arbeitet Amesbauer an der Schnittstelle von Experimentalmusik, Noise und Popularmusik und benutzt dabei die eigene Stimme in Verbinung mit Elektronik. Neben Live-Auftritten in verschiedenen Projekten komponiert Amesbauer für Film und Theater, und leitet seit diesem Jahr ein queerfeministisches Chorprojekt, in dem das Konzept der Mehrstimmigkeit auf experimentelle Art neu aufgerollt wird.

Eine Veranstaltungsreihe konzipiert von Maria Muhar
Altersempfehlung

ab 14

Einlass und Gastro

ab 19 Uhr

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