Highlighted Label
Laia Fabre, Thomas Kasebacher / notfoundyet, Felix Schellhorn
Caldo
Labor
Sprache Deutsch und Englisch
Preis 25 Euro (Teilnahmegebühr)

Anmeldung abgeschlossen

Termin
8. September
Mittwoch
12. September
Sonntag
Zeit 14 Uhr bis 17 Uhr
 
© Susanna Hofer
© Ingo Pertramer

    CALDO ist ein performatives Projekt zum Thema Essen, das ein ganz spezielles Produkt umkreist: die Knochenbrühe. Alle Zutaten für die 18 Stunden lang gekochte Suppe kommen aus lokaler Erzeugung; Zero Waste und Nachhaltigkeit sind weitere Produktionsparameter. Als sozialer und informativer Raum unterstreicht CALDO neben dem kulinarischen Aspekt auch die gesundheitsfördernde Wirkung des Gerichts. Zusammen mit Interessierten untersuchen die Wiener Künstler*innen Laia Fabre und Thomas Kasebacher mit dem von ihnen eingeladenen Koch Felix Schellhorn die Aspekte von Dauer und Nachhaltigkeit, kochen gemeinsam die Suppe direkt vor Ort.

    Details

    Brühe braucht Zeit. Zeit in der Vorbereitung, Zeit im Genießen. Die Zeitlichkeit der Brühe, ihre Dauer, bietet sich an, um Ideen von Langsamkeit und Achtsamkeit zu untersuchen, um die Verbindung von Kunst, Essen und Körper zu stärken und das Verbringen, Überbrücken und Genießen von Zeit zu zelebrieren. Wie können wir den spezifischen Zeitraum nutzen, in dem die Suppe entsteht? Wie prägt ein Prozess das Produkt?

    Das Lab CALDO richtet sich an alle, die Interesse an der Verknüpfung von kulinarischen und künstlerischen Praktiken haben. In Zusammenarbeit mit Felix Schellhorn vom performativen Kochprojekt Healthy Boy Band laden Laia Fabre und Thomas Kasebacher die Teilnehmer*innen ein, neben der Zeit die Aspekte von Zero Waste Cooking und lokaler Produktion als Schlüsselfaktoren für die Zukunft zu betrachten. Anhand der Zutaten und der Eigenschaften der Knochenbrühe werden kulinarische Praktiken und investigative Kunst verschränkt: Wir kochen, tischen auf und genießen … flüssiges Gold.

    • Biographien

      Laia Fabre, geboren in Barcelona, ist eine interdisziplinäre Künstlerin und lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte am BAU Design College of Barcelona und an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Ihre Arbeit kombiniert Bildende Kunst in Form von Installationen und Zeichnungen mit Performance, ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Grenze zwischen Leben und Kunst ihrer Generation. Ihre Werke wurden international gezeigt, z.B. im BUDA Art Center in Kortrijk, Belgien, im PACT Zollverein in Essen, im Arts House in Melbourne, Australien, in der ACUD Galerie, Berlin, in der Galerie der Leipziger Baumwollspinnerei, sowie in Wien im Tanzquartier, im Weltmuseum, in der Secession oder im Kunstraum Niederösterreich. Laia Fabre zeigte ihre Peformances und hielt Workshops bei Impulstanz. Gemeinsam mit Thomas Kasebacher bildet sie die Gruppe notfoundyet.

      Thomas Kasebacher ist ein österreichischer Künstler, dessen Arbeiten sich zwischen Performance, Video, Choreografie und bildender Kunst bewegen. Er studierte vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck und London und Performing Arts in Liverpool. Derzeit lebt und arbeitet Thomas Kasebacher in Wien.Seine erste gemeinsame Arbeit mit Laia Fabre als Künstlergruppe notfoundyet war Linger, das 2013 im brut Wien seine Premiere feierte. Thomas Kasebacher produzierte Auftragswerke für das International Performing Arts Festival der SZENE Salzburg, Impulstanz und das Weltmuseum Wien und arbeitete mit Künstler*innen wie Phil Hayes und Maria Jerez, Kate McIntosh, Oleg Soulimenko, Michikazu Matsune und David Subal, Cuqui Jerez, Sarah Vanhee und Forced Entertinment zusammen. Seine Arbeiten waren in Wien sowie international zu sehen, wie zuletzt The Bolaño Project (mit Laia Fabre) beim euro-scene Leipzig Teaterfestival. Lehraufträge führten Thomas Kasebacher an die Yale University, Connecticut, und die Stockholm University of Arts.

      Felix Schellhorn ist gelernter Koch und studiert in der Klasse für Transmediale Kunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. In Schellhorns Praxis sind Kochen und Kunst untrennbar miteinander verbunden, gekennzeichnet durch deren gemeinsames gemeinschaftsbildendes Prinzip, aber auch durch einen prozessorientierten Zugang. Bewusst hebt Schellhorn in seiner Arbeit die Momente hervor, die rund um die Entstehung des abgeschlossenen Werks entstehen. Zentral ist nicht nur, was wortwörtlich auf den Tellern liegt, sondern auch das gesamte Geschehen, wie Zubereitung, Gestaltung und Präsentation, rundherum. 2018 hat Schellhorn gemeinsam mit Lukas Mraz und Philip Rachinger das Projekt Healthy Boy Band ins Leben gerufen. Die Healthy Boy Band ist ein Kochkollektiv, bestehend aus drei Köchen, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein neues, frisches Publikum zu erreichen. Mit ihrer Küche wollen sie auch Personen, die sich mit Gastronomie, Kochkultur oder Ernährung bis jetzt nur wenig auseinandergesetzt haben, Denkanstöße liefern. Schellhorn veranstaltet mit der Healthy Boy Band Kochevents, Performances und Ausstellungen in einem künstlerischen Kontext. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf einer Horizonterweiterung und Interaktion innerhalb der Rezipienten.

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