Prabhakar Pachpute
A plight of hardship
© Foto: Prabhakar Pachpute & Amol K Patil

    Die Figur, die in Prabhakar Pachputes Zeichnung ihrer Wege geht, ist aus Körperteilen, persönlicher Habe und Putzzubehör zusammengesetzt und erinnert so an die Ikonografie diverser indischer Göttinnen, die mit Seuchen in Verbindung gebracht werden. So lenkt der Künstler die Aufmerksamkeit auf die Kehrseite des erlahmenden Alltagslebens in aller Welt und der landesweiten Ausgangssperren: Die schlecht bezahlten Arbeitskräfte, die mit ihren unverzichtbaren Tätigkeiten während der Pandemie den sprichwörtlichen Laden am Laufen halten, haben oft keinen Zugang zu Leistungen wie bezahltem Urlaub und einer Krankenversicherung. Die wandernde Figur lässt auch an Migrant*innen denken, die sonst nirgends hinkönnen, oder vielleicht an die derzeitige Massenflucht aus dicht bevölkerten Städten aufs Land. Unter den diversen Schichten, die die Figur sich übergezogen hat, wird eine als Gewalt erfahrene Rechtlosigkeit und insbesondere das Fehlen von Arbeitnehmer*innenrechten erkennbar.

    Prabhakar Pachpute, geb. 1986 in Sasti (Indien), lebt und arbeitet in Pune (Indien)

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