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Kay Sara, Milo Rau
AGAINST INTEGRATION
Eröffnungsrede
Termin
16. Mai
Samstag
Zeit: 16 Uhr
 
© Heloisa Bortz

    Zur Eröffnung der Wiener Festwochen 2020 entwerfen die indigene Aktivistin und Schauspielerin Kay Sara und der Theatermacher Milo Rau eine Rede von weitreichender Aktualität. War im vergangenen Jahr mit Orest in Mossul der erste Teil von Raus Antiken-Tragödien-Trilogie zu Gast in Wien, basiert Against Integration auf deren letztem Teil Antigone im Amazonas. Die Tragödie von Sophokles stellt grundsätzliche Fragen zu Recht, Gesetz und Ordnung. Bei Rau wird sie zur Folie, um den blutigen Zusammenprall von überlieferter Weisheit und globalem Turbokapitalismus im brennenden Amazonasgebiet zu reflektieren. Denn der Angriff von Brasiliens Agrarindustrie auf den weltgrößten Urwald gefährdet nicht nur die „Grüne Lunge“ des Planeten, sondern setzt auch die dort beheimateten Menschen und ihre jahrtausendealten Traditionen einem tödlichen Risiko aus. In Zusammenarbeit mit indigenen Aktivist*innen wird die Integration in kapitalistische Strukturen als Auslöschung von alternativen Lebensweisen zurückgewiesen. Against Integration wendet sich an Wien genauso wie an eine globale Öffentlichkeit. 20 Jahre nachdem Christoph Schlingensief im Rahmen der Wiener Festwochen mit der legendären Aktion Bitte liebt Österreich! – Erste Österreichische Koalitionswoche den damaligen Integrationsdiskurs zum Überlaufen brachte, kommen Kay Sara und Milo Rau mit zeitgenössischen Debatten zurück. Nicht verpassen!

    • Künstlerisches Team

      Regie, Text Milo Rau, Kay Sara Dramaturgie Eva-Maria Bertschy, Carmen Hornbostel, Giacomo Bisordi

    • Produktion

      Ein Auftragswerk von Wiener Festwochen Kooperation IIPM – International Institute of Political Murder

    Zugehörige Inhalte
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