12. Mai —
18. Juni 2017

Tools for Action

Tools for Action

© Artur van Balen
© Oriana Elicao
Für Tools for Action ist Kunst – frei nach Majakowski – nicht ein Spiegel, den man der Wirklichkeit vorhält, sondern ein Hammer, mit dem man sie formt. Das Kollektiv vertraut auf gewaltlosen Widerstand, taktische Frivolität und die Macht der Poesie.

Tools for Action sind Artúr van Balen, Katherine Ball und Malcolm Kratz. Als Künstler*innengruppe bieten sie seit 2012 Workshops und Open Source-Anleitungen zur Herstellung von aufblasbaren Skulpturen und zu deren variablen Anwendungen an. Ihre Praxis ist an der Schnittstelle von Kunst, Aktivismus und politscher Bildung angesiedelt und die Objekte sind entsprechend verwendbar: ob als Denkanstoß, als choreografisches Element, das die Straße in einen Spielplatz verwandelt, oder als mobile
Barrikaden zur Verhinderung eines Neonazi-Aufmarsches. Inspiration zur Solidarität, DIY Empowerment und eine kreative, spielerische Art und Weise politisches Bewusstsein zu entwickeln und Sichtbarkeit zu generieren sind nur einige der Aspekte, die ihre Praxis so bemerkenswert machen.

Im Rahmen einer Workshop-Reihe an Wiener Schulen werden ca. 150 Schüler*innen unter Anleitung von Tools for Action aufblasbare Kuben bauen und kollektive Choreografien einstudieren: vom sekundenschnellen Auf- und Abbau von Barrikaden bis zur Übersetzung non-hierarchischer Bewegungsmuster in Balletts von atemberaubender Schönheit. Der Entstehungsprozess und die Choreografien werden dokumentarisch begleitet und als Film im Gartenbaukino präsentiert.

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