12. Mai —
18. Juni 2017

The Conundrum of Imagination

curated by Bonaventure Soh Bejeng Ndikung; co-curated by Pauline Doutreluingne

On the Paradigm of Exploration and Discovery

© William Hogarth, Das Ei des Kolumbus, 1752, Kupferstich
© Ahmet Öğüt
© Abraham Oghobase
© Jean-Pierre Bekolo
© Filipa César
© Mathieu Kleyebe Abonnenc © Courtesy gallery Marcelle Alix & the artist
© John Akomfrah © Smoking Dogs Films; Courtesy Lisson Gallery
© Naufus Ramírez-Figueroa
© Viron Erol Vert
© Ho Rui An © Hideto Maezawa
© Ines Doujak
© Cooperativa Cráter Invertido © Pauline Doutreluingne
© OPAVIVARÁ!
© Pascale Marthine Tayou
© Dineo Seshee Bopape © Hordeland Kunstsenter
© Marco Montiel-Soto
© Melanie Bonajo
© The Chronist (c) Viron Erol Vert

Die Festwochen-Ausstellung 2017 umfasst 16 künstlerische Positionen, die im Performeum, dem neuen temporären Performance- Museum der Wiener Festwochen beim Hauptbahnhof im 10. Bezirk, im Leopold Museum und im Stadtraum zu erleben sein werden. Neben den bildnerischen Auftragsarbeiten werden alle 16 Künstler*innen und Künstler*innen-Gruppen auch Performances und Lectures zu The Conundrum of Imagination beitragen und einen ungewohnten, postkolonialen Blick auf das „Europäische Zeitalter der Entdeckungen“ werfen.  

Einleitung von Bonaventure Soh Bejeng Ndikung


*Imagination creates the
situation, and, then, the
situation creates
imagination.

It may, of course,
be the other way around:
Columbus was discovered
by what he found.

James Baldwin, Imagination

Als 1982 der legendäre jamaikanische Reggaemusiker Burning Spear das Album Hail H.I.M. veröffentlichte, schlug es wie eine Bombe ein. Das lag zum Teil an Columbus, einem Track, in dem er geradezu frech sang "Christopher Columbus is a damn blasted liar" ("Christoph Kolumbus ist ein verdammter Lügner"). Eine Anschuldigung, die man sich näher anschauen sollte. Natürlich nahm Burning Spear Bezug auf das Rätsel der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Dieser Streit besteht schon seit Menschengedenken – oder zumindest seit Kolumbus jenes Land betrat, das er irrtümlich für Indien hielt.
In der bekannten Geschichte vom Ei des Kolumbus wird erzählt, dass bei einem wichtigen Festessen einige Leute Kolumbus vorhielten, dass die Entdeckung Amerikas etwas Leichtes gewesen sei. Als Antwort reichte Kolumbus ein gekochtes Ei herum, und fragte jene, die ihm Vorhaltungen machten und verspotteten, ob einer von ihnen in der Lage wäre, das Ei auf der Spitze aufzustellen. Als das niemandem gelang, nahm Kolumbus das Ei und schlug es mit der Spitze vorsichtig auf den Tisch. Die Schale brach und wurde leicht eingedrückt. So konnte das Ei aufrecht stehen. Dann sagte er: "Meine Herren, was ist einfacher, als das zu tun, was ihr unmöglich wähntet? Es ist die einfachste Sache der Welt. Jedermann kann das – nachdem man ihm gezeigt hat wie!"
Ob diese Anekdote, wie sie vom Historiker Girolamo Benzoni in seinem 1565 erschienenen Buch Geschichte der Neuen Welt erzählt wird, wahr oder erfunden ist, ist letztlich nebensächlich. Wie brillant Kolumbus seine Gegner zum Schweigen brachte ist außergewöhnlich und aufschlussreich, so wie die Einfachheit und Problematik, die dem Begriff der Entdeckung zugrunde liegt. Aber eines nach dem anderen …
In der uns bekannten Geschichte gab es zahlreiche Wellen an Entdeckungsreisen – die Karthager erkundeten 500 v. Chr. Westafrika, die Griechen von 380 bis ca. 310 v. Chr. Nordeuropa, während der Han-Dynastie wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. Zentralasien erforscht, die Wikinger erkundeten zwischen 800 und 1040 n. Chr. weite Teile Europas und gelangten sogar bis zum amerikanischen Kontinent, die Polynesier erkundeten vor 1280 den Zentral- und Südpazifik und die Chinesen erforschten im 14. Jahrhundert Süd- und Südostasien sowie die ostafrikanische Küste. Doch das sogenannte „Europäische Zeitalter der Entdeckungen“ war das bemerkenswerteste, produktivste und – für einige – das bereicherndste. Zugleich aber auch das verheerendste. Europäische Entdecker wie Kolumbus, Humboldt, Cão, Cook, Dias, da Gama, Magellan, Vespucci, Tasman und Bering erfassten vom 14. bis ins 19. Jahrhundert die Welt kartografisch. Ihre Geschichten werden bis heute weitererzählt. Sie wurden dafür gepriesen, wie sie Land und Wasser, Wirbeltiere und wirbellose Tiere "entdeckten", wie sie als erste Berge bezwangen und ihren Beitrag zu Naturwissenschaften und Geografie lieferten. Sie erhielten viel Anerkennung dafür, dass sie Handelswege zwischen den Kontinenten schufen, welche sie unter dem geistigen Banner der drei Gs durchpflügten: Gold, God und Glory.
 In den meisten Teilen der Welt wird das "Europäische Zeitalter der Entdeckungen" nach wie vor gepriesen und Länder, Städte, Flüsse, Tiere und Pflanzen sind immer noch nach dessen Protagonisten benannt. Staaten legen ihre kulturellen und politischen Ziele danach fest und errichten Institutionen zur Verehrung und im Andenken an diese Entdecker. Dennoch ist es wichtig, zu den anderen Folgen dieses Zeitalters der Entdeckungen Überlegungen anzustellen, die über die Vorteile hinausgehen, welche sich aus der europäischen Perspektive oder der Sicht der Achse der Macht ergeben.

Gold …

 Inmitten eines wirtschaftlichen Stillstands in Europa aufgrund des Kampfs um das Mittelmeer und der gefährlichen Arabischen Halbinsel, der den Handel mit Asien behinderte, hatten europäische König*innen Entdecker hinaus auf die Meere geschickt, um auf alternativen Wegen zu den Quellen von Gold, Gewürzen und anderen Ressourcen zu gelangen. Dies eröffnete damals den Weg für das Zeitalter des globalen Kapitalismus und des Imperialismus. Selbstverständlich war jedes Stück Gold (oder jede andere Ressource), welches aus den gerade „entdeckten“ Ländern nach Europa mitgebracht wurde, ein Stück weniger für dessen Besitzer. Abgesehen von einer ungleichen Wirtschaftsstruktur, die auf Ausbeutung aufbaute, führten diese Entdeckungen zum Beginn des transatlantischen Handels mit Sklav*innen, die ohne Bezahlung auf den europäischen Plantagen arbeiteten. Die damals eingerichteten Wirtschaftsmodelle sind heute noch vorherrschend.

God …

Ein wichtiger Teil der Entourage der Eroberer waren die Geistlichen, die zugleich Gefährten der Krieger waren und mit einer Schusswaffe in der einen und der Bibel in der anderen Hand ankamen. Die Missionierung und Sicherstellung von religiösem Territorium für den Papst und die König*innen zu Hause in Europa dienten eher als Ausrede, um mehr Unterstützung für ihre Reisen zu bekommen. Dennoch führten diese Entdeckungsfahrten zur Ausrottung von autochthonen Religionen und Kulturen und zwangen der Welt eine monotheistische christliche Religion auf. Es ging sogar so weit, dass nicht nur die indigene Bevölkerung zur Konvertierung zum Christentum gezwungen wurde, sondern es beispielsweise nach spanischem Recht Nicht-Katholik*innen verboten war, sich in den eroberten Gebieten anzusiedeln. Das führte zu einer Hispanisierung und Katholisierung des gesamten Gebietes.

Glory …

Das Anhäufen von Reichtum und Hoheitsgebieten, das Aufzwingen der eigenen Zivilisation, Kultur und Religion, die Verbreitung der eigenen Erkenntnislehren, welche andere Wissenssysteme zerstört, ist nichts ohne Anerkennung und Verherrlichung. Einer der wichtigsten Mechanismen zur Machteinsetzung ist der Akt der Namensgebung. Durch die Benennung von Ländern, Städten, Insekten, Pflanzen, Tieren und Bergen nach Humboldt, Magellan, Tasman, Bering oder Cook, lebt deren Ruhm weiter. Zur Zeit des europäischen Zeitalters der Entdeckungen erwies sich das neu erfundene und sich rasch verbreitende Medium der Schrift bei der Vermittlung der Entdeckungen der Forscher, ihrer hehren Taten und des erworbenen Wissens als nützlich. Selbstverständlich war ein großer Teil des verbreiteten Wissens wohl nicht vollkommen wahr. Das bildete eine Grundlage für die Auslegung des Wilden und für die epistemische Gewalt, die später unter der Bezeichnung Anthropologie offiziell in den Lehrplan aufgenommen wurden. Das Verfassen und Verbreiten seines Buches halfen Amerigo Vespucci dabei, der Welt den Eindruck zu vermitteln, dass tatsächlich er Amerika entdeckt hätte, obwohl er erst nach Kolumbus, den Wikingern und besonders den Eingeborenen, von denen man meinen würde, sie hätten ihre Länder zuvor entdeckt, dorthin gelangte. So war es auch der Fall bei Humboldt, der die Nachricht verbreitete, er habe als erster den Berg Chimborazo bestiegen – eine seltsame Behauptung, da dieser Berg seit Menschen gedenken fest in den Mythen und dem Wissen der Bevölkerung des heutigen Ecuador verankert ist. Zu Ruhm und Glorie kam es auf beiden Seiten des Atlantiks, wenn Entdecker entweder als Götter in den eroberten Ländern gefürchtet oder als große Ritter, Wissenschaftler und Visionäre in ihren Herkunftsländern geehrt wurden.

 All dies ging einher mit der Ausbreitung von Krankheiten, die in die eroberten Gebiete eingeschleppt wurden, der Auslöschung der indigenen Zivilisationen, Kulturen, Sprachen und Völker sowie der Wegbereitung für den Kolonialismus.
Interessanterweise wurde bei den Weltraumexpeditionen des 20. Jahrhunderts das Konzept von Erforschung und Entdeckung aus dem europäischen Zeitalter der Entdeckungen übernommen, und das nicht nur in Bezug auf Strategie sondern auch auf Vokabular und Taten. Das zeigt sich am Beispiel von Neil Armstrong und Buzz Aldrin, die im Juli 1969 eine US-amerikanische Fahne auf dem Mond aufstellten. Bei der Erforschung des Weltraums besteht einmal mehr die Hoffnung, neues Wissen über neue entdeckte Territorien zu gewinnen, um wertvolle Mineralien oder Lebensformen zu finden oder andere wichtige Entdeckungen zu machen, welche die menschliche Sehnsucht nach Abenteuer befriedigen.
Das Ausstellungsprojekt The Conundrum of Imagination zielt darauf ab, das Paradigma der Erforschung und Entdeckung als empirisches System zu untersuchen. In diesem Projekt geht es jedoch nicht darum, den Zeigefinger auf irgendjemanden zu richten. Es geht nicht um Kolumbus, Humboldt oder ihresgleichen. Vielmehr geht es um das unersättliche Verlangen der Menschheit nach Reichtum, das über die sprichwörtliche Suche nach Glück und die Teilhabe daran hinausgeht, um es für sich selbst zu pachten und andere daran zu hindern.
Die Ausstellung erkundet die endlose Suche der Menschheit nach Wissen, wie es im Konzept von Erforschung und Entdeckung offenbart wird, aber auch die Tendenz, bestimmte erkenntnistheoretische Systeme zu fördern und andere durch Auswahlmechanismen zu unterdrücken. Das Projekt wird sich detailliert mit Religion und Kultur als Werkzeuge für die Erschaffung von Identität in den Gesellschaften beschäftigen, jedoch als Waffen zur Erschaffung weiterer und ähnlicher Mittel der Unterdrückung. Die Ausstellung wird versuchen, das Konzept der Erforschung und Entdeckung innerhalb einer Genealogie akademischer Disziplinen, z. B. der Anthropologie zu verorten. The Conundrum of Imagination zielt darauf ab, die Kontinuität des Begriffs der Erforschung vom frühesten Gebrauch bis heute zu untersuchen. Das Projekt befasst sich mit dem Internet als modernes Terrain der Erforschung, wo sich dieselben Gesetze der drei Gs anwenden lassen, da im Internet Terrain in der Form von Domains abgesichert werden kann. Es zeigt,wie der Kampf um Gold in den damaligen El Dorados dem Boom der Finanzmärkte im Zeitalter von Internet, Social Media und Apps entspricht, und besonders, wie alle Nutzer des Internet Explorer und anderer Browser zu Erforschern des Internets werden, die sich Ruhm und Ehre verdient haben.

Das Projekt greift James Baldwins Frage auf, was wäre, wenn die Entdecker zu den Entdeckten würden und nicht umgekehrt.
In diesem Projekt geht es um die menschliche Psyche und die Zwickmühle, in die uns unser Denken bringt, wenn das "Rätsel der Fantasie uns etwas anordnet und das auffindet oder ausschlachtet, was wir fühlen oder finden", wie es beim Konzept des Erforschens der Fall ist.


Epilog von Pauline Doutreluingne

Imagination bietet Raum für die Enträtselung des Lebens und für die Suche nach neuen Formen des Sehens und Denkens. Imagination ist schwer fassbar und kann auf verschiedene Art erfahren, interpretiert und gewürdigt werden. So wie das Träumen kann die Imagination als Strategie des Widerstands eingesetzt werden.
Imagination wird zu einem Kreischen, wenn sie sich in Paranoia verwandelt. Paranoia wurde oft als politisches Instrument zum Ausbau der Machtstrukturen und zur Stärkung der Vormachtstellung eingesetzt. Diese Ausstellung befasst sich eingehend mit der Quintessenz aus dem Rätsel der Vorstellungskraft.
Wie wird auf der anderen Seite der Hegemonie von Geschichte(n) erzählt? Das Projekt wirft einen näheren Blick auf Fragmente von verlorenem Wissen, vergessenen Träumen, Unterdrückung, Traumata, Widerstand und Teilhabe an Orten wie Malinalco, Mexico City, Guatemala, Maracaibo, El Congo, Neu-Nürnberg, Singapur, Nigeria, Kamerun, Guinea-Bissau, Kongo, den Dogon-Dörfern, Mali, dem Königreich Ndongo, dem Bissagos-Archipel, Angola, dem Königreich Kongo, Mbwila, Südafrika, Brasilien, dem Mittelmeerraum, England, Französisch-Guyana, Surinam und dem Internet.
Geschichte gehört nicht nur zur Vergangenheit. Diese Geschichten finden in der Gegenwart ihren Widerhall. Unsere Ansichten wurden bis heute weitgehend von den Reisetagebüchern und Erinnerungsstücken der europäischen Entdecker seit dem 16. Jahrhundert beeinflusst. Das Medium Film, wie es von Hollywood und dem dominanten westlichen Bildungssystem repräsentiert wird, hat den weißen Eroberer, den weißen Missionar und den weißen Lehrer als die Helden unserer "erfolgreichen“ westlichen Gesellschaft inszeniert, und erhielt so die weiße Vorherrschaft und das Bild der Rassentrennung geschickt aufrecht. Die vor Jahrhunderten durch Gewalt, Unterdrückung, Ausbreitung von Krankheiten und Paranoia geschaffenen Machtstrukturen bestehen zum größten Teil immer noch und haben im kollektiven Gedächtnis ihre Spuren hinterlassen.
Wenn Technologie so rasant voranschreitet, warum entwickelt die menschliche Fantasie dann so wenige neue politische Ideen? Warum greift die Welt auf alte Modelle zurück, die Gespaltenheit statt Einigkeit schaffen?

Die sechzehn Künstler*innen, die für diese Ausstellung eingeladen wurden, auf Grundlage dieses Themas neue Arbeiten zu schaffen, legen die menschliche Psyche bloß. Sie erinnern uns daran, dass Geschichte und Erfindungen wie der Kolonialismus verschiedene Perspektiven bieten und dauerhafte Folgen mit sich bringen. "Amnesie ist ein stetiges Meer. Wir schwimmen die ganze Zeit darin“, sagt der Filmemacher John Akomfrah. Daher blickt er auf das Historische, um ein Gleichgewicht zu erreichen. Fragmente finden zusammen. Das Bild ist einer der Wege, Unsterblichkeit in unserem Bewusst-sein zu verankern.
Die Repräsentation des "Anderen“ ist seit Jahrhunderten ein Rätsel für unsere Vorstellungskraft und wirkt sich immer noch auf das aktuelle politische und soziale Gefüge aus. Die Aufzeichnungen, die Stanley für König Leopold von Belgien führte, oder die Britische Ostindien-Kompanie am Ende des 19. Jahrhunderts prägen immer noch das Bild des heutigen Afrika. Wie kommt es, dass Migrant*innen heutzutage plötzlich als Kakerlaken bezeichnet werden?
 
Einige der Künstler*innen wie Ines Doujak, Ho Rui An und OPAVIVARÁ! konzentrieren sich auf das Thema Körper – darauf, wie die durchlässigen Zellen und Hautfarben politisiert, kategorisiert und (missbräuchlich) verwendet wurden. Die Arbeiten versuchen, dem "desillusionierten“ Körper seine Lebenskraft zurückzugeben, und ihn mit anderen Spezies zum Tanzen zu bringen. Andere wie Pascale Marthine Tayou, Cooperativa Cráter Invertido und Viron Erol Vert erwecken verlorene kulturelle Identitäten wieder zum Leben und weisen die dominanten Denkarten zurück, die durch die Medien und das aufzehrende kapitalistische System immer und überall auf uns einwirken.

In diesem Ausstellungsprojekt wirft eine Vielzahl von Perspektiven Licht auf diese menschliche Erfindung namens Kolonialismus, untersucht das europäische Zeitalter der Entdeckungen und die drei Gs, die im Zentrum solcher Unternehmungen standen: Gold, God und Glory. Das Projekt verortet sich in der heutigen Zeit, indem es einen Blick darauf wirft, welche Auswirkungen und Folgen das Zeitalter der Entdeckungen auf die heutige Welt hat, aber auch, indem es die erweiterten Formen der Erkundung und der zugehörigen Rhetorik analysiert, wie zum Beispiel den Internet Explorer.

*How do we solve the conundrum?

Perhaps
one must learn to trust
one’s terror:
the holding on
the letting go
is error:
the lightning has no choice,
the whirlwind has one voice.

aus James Baldwin, Conundrum

*Poems by James Baldwin excerpted from JIMMY’S BLUES AND OTHER POEMS, © 2014 by the 
James Baldwin Estate. Used by permission.

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