So to speak

Diskursreihe im mumok kino

An vier Spätnachmittagen wird das mumok kino zum Ort für Gespräche und Lectures mit den Festwochen-Künstler*innen Dries Verhoeven (13.5.), Okwui Okpokwasili (30.5.), Dohee Lee (7.6.) und Cassils (14.6.). Im Austausch mit Kunst- und Kulturwissenschaftler*innen aus dem Umfeld der Akademie der bildenden Künste Wien sprechen sie über Kontexte ihrer Arbeiten und ergründen gegenwärtige gesellschaftliche Herausforderungen sowie widerständige Strategien.


Sonntag, 13. Mai, 17 Uhr
Fear Forward
Dries Verhoeven im Gespräch mit Silke Felber, Leander Gussmann und Alois Martin.

Wo die Angst ist, gibt es was zu holen. Tagebau der Grundgefühle: In einem offenen Gespräch wird dem ambivalenten Gefühl der Angstlust in der Sprache und dem Spiel nachgegangen. 

Dries Verhoevens Phobiarama, eine Geisterbahn des Unheimlichen und der neuen Ängste unserer Gesellschaft, kann von 11. bis 15 sowie 17. bis 22. Mai am Vorplatz des MuseumsQuartiers besucht werden.


Mittwoch, 30. Mai, 17 Uhr
Dance on Your Head
Okwui Okpokwasili im Gespräch mit Katharina Hausladen und Julia Pennauer

Die intermedialen Performances der Bessie-Award-prämierten Künstlerin Okwui Okpokwasili führen in die Weiten der von Paul Gilroy einst als „Black Atlantic“ beschriebenen afrikanischen Diaspora. Im Zwischenreich von Ekstase, Trauer und Sehnsucht trifft Oral History auf Geisterbeschwörung. Ein Gespräch über das selbstbestimmte Erheben einer Stimme entlang kollektiver Praktiken wie der Aba-Frauenaufstände und #BringBackOurGirls.

Okwui Okpokwasilis Performance Poor People's TV Room SOLO, findet am 1. Juni im Rahmen des Deep Friday #1 bei freiem Eintritt in den Gösserhallen statt.


Donnerstag, 7. Juni, 17 Uhr
Channelling Spirits of Resistance
Dohee Lee im Gespräch mit Anna Barfuss und Anke Dyes

Dohee Lees künstlerische Arbeiten führen zurück auf die ursprünglich von matriarchalen Strukturen geprägte Insel Jejudo, die südkoreanische „Insel der Göttinnen“. Der dort von Frauen ausgeübte Schamanismus inspiriert eine performative und musikalische Praxis, die eindringlich Schauplätze kolonialer und misogyner Gewalt in Erinnerung ruft – um ihr entgegenzutreten, aber auch um entstandene Verletzungen zu heilen. Können patriarchale und koloniale Machtverhältnisse exorziert werden?

Dohee Lees Performanceritual MU/巫 findet am 15. Juni im Rahmen des Deep Friday #3 bei freiem Eintritt in den Gösserhallen statt.


Donnerstag, 14. Juni, 17 Uhr
The Body as Social Sculpture
Eine Lecture von Cassils

Mit gezieltem, streng diszipliniertem Krafttraining macht Cassils den eigenen Körper zum Protagonisten seiner*ihrer Performances, an dem die Spuren der Geschichte(n) von Gewalt, Repräsentation, Kampf und Überleben sichtbar werden. Ausgehend von der Idee, dass Körper in Bezug auf gesellschaftliche Erwartungshaltungen geformt werden, spricht Cassils in einer Lecture über vergangene Arbeiten, deren Ausgangspunkte, Entstehungsprozesse und historische Kontexte.

Cassils Performance Becoming an Image findet am 15. Juni im Rahmen des Deep Friday #3 bei freiem Eintritt statt. Ausgewählte Videoarbeiten sind von 13. bis 16. Juni in den Gösserhallen zu sehen.


Wiener Festwochen zu Gast im mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien.

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