SCHAUSPIEL / BERLIN / Wien / Neuinszenierung
NACH Fjodor Dostojewskij
Fjodor Dostojewskijs Kurzroman Der Spieler handelt von nichts weniger als der Glücksversprechung durch Geld. In seiner Analyse zwei seiner Lieblingsthemen – Gier und Sucht – interpretiert Frank Castorf, künstlerischer Leiter der Berliner Volksbühne, den Plot als Allegorie der Versprechungen und Versäumnisse des Kapitalismus. Mehr
In seinen Umsetzungen der Romane von Fjodor Dostojewskij brachte Frank Castorf Randgestalten der Gesellschaft, sozial Ausgestoßene, politische Extremisten, religiöse und nationale Heilssucher auf die Bühne. Auch Der Spieler ist ein Getriebener, ein Süchtiger. In ihm verkörpert sich das Versprechen des Kapitalismus auf schnellem Reichtum – aber auch die zahlreichen Möglichkeiten daran zu scheitern. Mit diesem besonderen, ins Materialistische gewendeten Fokus, setzt Frank Castorf seine Beschäftigung mit Dostojewskij fort. Der russische Autor diktierte den Text in nur 26 Tagen. Der Spielsucht verfallen, hat er an Rouletttischen in Deutschland 3.000 Goldrubel verspielt – das Honorar seiner sämtlichen Buchrechte. Dostojewkijs Roman-Alter-Ego ist Alexej Iwanowitsch, ein bescheidener Lehrer in der Reisegesellschaft eines bankrotten russischen Generals. Der Militär hofft auf das Erbe seiner Tante. Doch statt der Nachricht ihres Todes taucht die gleichermaßen rüstige wie herrische „Babuschka“ in dem deutschen Roulettenburg selbst auf. Mit großer Lust und wie im Rausch verspielt sie in wenigen Tagen ihr komplettes Vermögen – und reist wieder ab! Der General ist seiner Zukunft beraubt. Alexej dagegen erliegt immer mehr dem Spiel. Und damit verändert sich die Liebe zu der von ihm angebeteten Polina, der Nichte des Generals.
Der Spieler Alexej Iwanowitsch ist Alexander Scheer, Kathrin Angerer die von ihm unterwürfig geliebte Polina.
WenigerINSZENIERUNG / Frank Castorf
BÜHNE UND KOSTÜME / Bert Neumann
LICHT / Lothar Baumgarte
Musik / Sir Henry
DRAMATURGIE / Sebastian Kaiser
Alexej Iwanowitsch / Alexander Scheer
GroSStante Antonida Wassiljewna Tarassewitschewa / Sophie Rois
Polina Alexandrowna / Kathrin Angerer
General Sagorjanski / Hendrik Arnst
Mr. Astley / Mex Schlüpfer
Marquis des Grieux / Georg Friedrich
Mademoiselle Blanche / Margarita Breitkreiz
Madame la veuve de Cominges & Potapytsch / Frank Büttner
und Sir Henry
REGIEASSISTENZ / Sebastian Klink
BÜHNENBILDASSISTENZ / Jochen Hochfeld
KOSTÜMASSISTENZ / Teresa Tober
DRAMATURGIEASSISTENZ und übertitelung / Elena Sinanina
INSPIZIENZ / Alexandra Bentele
SOUFFLEUSE / Christiane Schober
THEATERMEISTER / Andreas Dunkel, Frank Meißner
TON / Klaus Dobbrick, Dierk von Domarus
KAMERA / Andreas Deinert, Mathias Klütz
VIDEO / Dirk Passebosc, Jens Crull
BELEUCHTUNGSMEISTER / Hans-Hermann Schulze
MASKE / Britta Rehm, Sabrina Zorn
REQUISITE / Bettina Köckritz, Franziska Rommel
DAMEN- UND HERRENGARDEROBE / Steffen Rausch
REGIEHOSPITANZ UND –BUCH / Hannah Dörr
Filmmaterial Vegas / Daniel Josefsohn
Spielort
Theater an der WienSpieltage
09.06.11 19:00Preise
EUR 7,- / 10,- / 14,- / 17,- / 20,-/ 24,- / 29,- / 33,- / 36,- / 39,- / 48,-Sprache
DeutschDauer
ca. 4 Std. 30 Min., 1 PausePUBLIKUMSGESPRÄCH
10. Juni, im Anschluss an die Vorstellung, Theater an der Wien