Schauspiel und Installation / Kapstadt / Europa-Premiere
ACHTUNG GEÄNDERTE BEGINNZEIT!
Die 20 Uhr-Vorstellungen beginnen um 20.30 Uhr. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit.
Für Zuschauer ab 16 Jahren
Teilweise Open-Air-Aufführung. Bei jeder Witterung. Zum und vom Spielort An- und Abreise ausschließlich mit Festwochen-Bussen. Während der Vorstellung gibt es nicht immer Sitzplätze.
Der südafrikanische Künstler Brett Bailey hat die Geschichte von Orfeus in afrikanische Landschaft, afrikanische Rituale und Realitäten übersetzt. Die Unterwelt, in die wir Zuschauer mit Orfeus reisen, ist wirklich dunkel. Wir stolpern mit Taschenlampen in die Steppe. Bailey erzählt die Begegnungen von Orfeus auf dem Weg durch den Hades in verschiedenen Installationen, die die Schrecken der Lebenshöllen des heutigen Afrika in krassen szenischen Bildern veranschaulichen. In Wien gibt es keine Steppe, aber andere unheimliche Orte. Mehr
Der südafrikanische Künstler Brett Bailey hat die Geschichte von Orfeus, dessen Musik so schön war, dass die Olivenbäume sich zu ihm neigten und die Fische aus den Flüssen sprangen, um ihn zu hören, wenn er spielte, und Eurydike, die nach der Hochzeit mit Orfeus von einer Schlange gebissen wurde und starb und die Orfeus in der Unterwelt suchen ging, in afrikanische Landschaft, afrikanische Rituale und Realitäten übersetzt.
Bei der Premiere in Südafrika gingen die Zuschauer zehn Minuten schweigend durch die Wildnis, bis sie auf den Heuballen und Decken eines improvisierten Ritualraumes Platz nahmen. Eine Schauspielerin erzählt die Geschichte des Mythos, während Orfeus’ musikalisches Werben um Eurydike, die Hochzeit sowie ihr Tod gespielt und gesungen werden. Inzwischen ist es Nacht geworden. Die Unterwelt, in die wir Zuschauer mit Orfeus reisen, ist wirklich dunkel. Wir stolpern mit Taschenlampen in die Steppe. Brett Bailey erzählt die Begegnungen des Orfeus auf dem Weg durch den Hades in verschiedenen Installationen, die die Schrecken der Lebenshöllen der Entwicklungsländer in krassen szenischen Bildern veranschaulichen. In Wien gibt es keine Steppe, aber andere unheimliche Orte.
Brett Bailey arbeitet in Südafrika und Simbabwe. Er kuratiert das site-specific Festival Infecting the City in Kapstadt. Wie sonst kaum ein weißer Künstler geht er mit der postkolonialen afrikanischen Kultur um und benennt die sozialen und humanen Katastrophen. Bei den Wiener Festwochen waren 2005 Big Dada und die Clubnacht House of the Holy Afro zu erleben.
LITERATURHINWEIS:
South Africa Year Book 2007/08, hrsg. von Delien Burger. - Pretoria : GCIS, 2007. - 690 S. : Ill. ISBN 978-0-621-37568-8 / 0-621-37568-3
Hagemann, Albrecht: Kleine Geschichte Südafrikas. - München : Beck, 2001. - 132 S. - (Beck'sche Reihe; 1409) ISBN 3-406-45949-8
Ross, Robert: A concise history of South Africa / Robert Ross. - 7. Aufl. - Cambridge [u.a.]: Cambridge Univ. Press, 2007. - XV, 219 S. : Ill., Kt. - (Cambridge concise histories) ISBN 0-521-57313-0 / 0-521-57578-8
Kattermann, Vera: Kollektive Vergangenheitsbewältigung in Südafrika : ein psychoanalytischer Verständnisversuch der Wahrheits- und Versöhnungskommission. Mit einem Vorwort von Marianne Leuzinger-Bohleber. - Gießen : Psychosozial-Vlg, 2007. - 363 S. ISBN 978-3-89806-599-3
Gobodo-Madikizela, Pumla: Das Erbe der Apartheid - Trauma, Erinnerung, Versöhnung : Vorw. für die dt. Erstausg. von Nelson Mandela. Nachw. von Jörn Rüsen. Aus dem Engl. von Barbara Budrich / Gobodo-Madikizela ; Vorw. von Nelson Mandela. - 1. Aufl. - Leverkusen : Budrich, Barbara, 2006. - 224 S. ISBN 3-86649-025-9
Die Werke liegen in der Festwochen Leselounge in der Hauptbücherei am Gürtel auf.
TEXT, INSZENIERUNG UND AUSSTATTUNG / Brett Bailey
MUSIK / Bebe Lueki
MIT Andile Bonde, Mxolisi Bosvark, John Cartwright, Bebe Lueki, Xola Mda, Jane Rademeyer, Abey Xakwe, Nondumiso Zweni
Spieltage
08.06.09 20:30Preise
EUR 28,-Sprache
EnglischDauer
ca. 3 Std. inklusive An- und Abreise, keine PausePUBLIKUMSGESPRÄCH
10. Juni, im Anschluss an die Vorstellung, brut Bar im KünstlerhausRaiffeisen Fenstertage