Leoš Janáček
Libretto von Leoš Janáček nach F. M. Dostojewski
Neuinszenierung
Alexandr Petrovič Gorjančikov Olaf Bär, Aljeja , ein junger Tatar Eric Stokloßa, Filka Morozov im Gefängnis als Luka Kuzmič Stefan Margita, Der große Sträfling Peter Straka, Der kleine Sträfling Vladimir Chmelo, Der Platzkomandant Jiří Sulženko, Der ganz alte Sträfling Heinz Zednik, Skuratov John Mark Ainsley, Cekunov Jan Galla, Der betrunkene Sträfling Tomáš Krejčiřík, Der Koch Martin Bárta, Der Pope Vratislav Křiž, Der junge Sträfling Olivier Dumait, Dirne Susannah Haberfeld, Ein Sträfling in der Rolle des Don Juan und des Brahminen Ales Jenis, Kedril Marian Pavlovic, Šapkin Peter Hoare, Šiškov Gerd Grochowski, Čerevin Andreas Conrad
Orchester: Mahler Chamber Orchestra
Chor: Arnold Schoenberg Chor (Leitung Erwin Ortner)
Schauspieler: Thomas Bäuml, Helmut Gebeshuber, Rainer-Maria Gradischnig, Dominik Grünbühel, Karl Hoess, Elsayed Kandil, Viktor Krenn, Günther Matzka, Max Mayerhofer, Kurt Raubal, Michael Reardon, Alexander Strauss, Florian Tröbinger, Darko Vukovic
„Was ich jetzt vollende, ist vielleicht mein größtes Werk – diese neue Oper. Ich bin so aufgeregt, mir ist als ob mein Blut hervorströmen wolle“, schrieb Leoš Janáček in einem Brief an Kamila Stösslová vom 2. Dezember 1927.
Unter Pierre Boulez’ musikalischer Leitung wird Patrice Chéreau Janáčeks groß besetztes Werk mit einem Ensemble von rund 20 Sängern, mit Schauspielern und einem Männerchor inszenieren.
„In jeder Kreatur steckt ein göttlicher Funke“, ist der Gedanke, den Leoš Janáček seiner letzten Oper, voranstellte. Er selbst verfasste das Libretto nach einer Vorlage von Fjodor Dostojewski. Die Geschichte erzählt die Schicksale der Insassen eines Männerlagers, für die es keine Hoffnung mehr gibt, ihre Zukunft zu ändern. Ein am Flügel verletzter Adler, der zum Schluss geheilt ist und in Freiheit entschwindet, symbolisiert ein romantisches Moment, das zum Zeitpunkt der Uraufführung, im Jahr 1930, als doppelter Bruch – mit der Musik und der politische Situation in Europa – gesehen werden kann. Die Utopie der Freiheit und die Sehnsucht nach einem menschenwürdigen Leben zeichnen ein differenziertes Gesellschaftsbild anhand der Hierarchien und der Beziehungen der Männer im Lager zueinander. Janáček starb 1928 während der Reinschrift seiner Oper, die ein unmittelbar berührendes, zutiefst bewegendes Werk in Vorahnung einer unmenschlichen Zeit ist. Für diese Produktion arbeiten Pierre Boulez und Patrice Chéreau nach ihrem legendären Ring 1976-80 in Bayreuth wieder zusammen. Pierre Boulez interpretiert erstmals eine Oper von Janáček.
Einführung:
Eintritt frei, 12., 14., 16., 18. Mai, 19 Uhr, Theater an der Wien, Großer Pausenraum
Musikalische Leitung
Pierre Boulez
Inszenierung
Patrice Chéreau
Inszenierung Künstlerische Mitarbeit
Thierry Thieû Niang
Bühne
Richard Peduzzi
Kostüme
Caroline de Vivaise
Licht
Bertrand Couderc
Spielort
Theater an der WienSpieltage
12.05.07 20:00Preise
EUR 8,- / 22,- / 37,- / 51,- / 62,- / 74,- / 88,- / 91,- / 108,- / 128,- / 140,- / 152,-Sprache
TschechischDauer
1 Std. 45 Min., keine Pause